ÖVP Klosterneuburg verspricht weiches Wasser. Der Kalk im Klosterneuburger Wasser nervt. Nun will die VP mit einer zentralen Filteranlage das Wasser weich machen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 15. Januar 2020 (08:29)
Geht es nach Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager sollen verkalkte Wasserhähn in Klosterneuburg bald endgültig der Vergangenheit angehören.
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Roland Tuschl ist Haussprecher einer Hausanlage in Klosterneuburg. Er wandte sich mit einer Frage an die NÖN: „Im Amtsblatt wurde von Bürgermeister Schmuckenschlager die Errichtung einer zentralen Filteranlage versprochen. Wenn das stimmen sollte, muss ich als Haussprecher die Bestellung einer Hausanlage, die in zwei Eigentümerversammlungen beschlossen wurde, wieder rückgängig machen.“

Die NÖN erkundigte sich beim Bürgermeister, und Stefan Schmuckenschlager bestätigt: „Die Volkspartei Klosterneuburg hat in ihrem Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl 2020 einen zentralen Punkt, der alle Klosterneuburger betrifft. Klosterneuburg soll eine Naturfilteranlage erhalten und damit eine zentrale Wasserenthärtung. Diese Maßnahme entlastet jeden Haushalt und ist unbedingt umzusetzen.“

Das Beispiel dafür liefere das Brunnenfeld Wienerherberg. Dort wurde im Vorjahr eine Naturfilteranlage errichtet, die auf Basis von Membrantechnologie arbeitet. Diese Art der Enthärtung bietet den Vorteil, dass sie rein physikalisch, also ohne chemische Hilfsmittel, funktioniert. Die Anlage Wienerherberg versorge derzeit 60.000 Menschen im südlichen Raum von Wien. Nach Errichtung der Anlage wurde diese stufenweise in Betrieb genommen, und der Härtegrad konnte signifikant abgesenkt werden.


Durch die Verwendung von sehr feinen Membranen können die Härtegrade rein mechanisch gesenkt werden. Dieses Verfahren weise nicht die Nachteile der im Haushalt oft eingesetzten Ionentauscher auf, die den Geschmack des Wassers unangenehm verändern können.

Auch beim Betrieb von Waschmaschinen und Geschirrspülern reiche in Zukunft eine geringere Dosierung des Waschmittels. „Auf Kalkschutzmittel kann ganz verzichtet werden. Damit wird durch die Errichtung der Naturfilteranlage auch unsere Umwelt geschont“, so Schmuckenschlager.

Die Umsetzung der Idee soll gemeinsam mit der EVN geschehen. Diese betreibt die Anlage in Wienerherberg und ist als Spezialist auf diesem Sektor zu sehen. Gleichzeitig garantiere die Expertise des städtischen Wasserwerks unter der Leitung von Herbert Preisl die Hoheit über das Trinkwasser der Klosterneuburger. Für die Naturfilteranlage sollen die ersten Projektschritte unmittelbar nach der Gemeinderatswahl 2020 stattfinden. „Die Machbarkeit wurde bereits geprüft und bestätigt“, versichert der Bürgermeister. Gehe es nach ihm, sollen mit dem weichen Wasser verschmutzte Gläser, defekte Geräte, trockene Haut beim Duschen und verkalkte Rohre der Vergangenheit angehören.

„Die Lebensqualität ist in Klosterneuburg besonders hoch. Mit dieser Verbesserung können wir die Lebensumstände aber noch um einen wesentlichen Schritt weiter verbessern“, so Schmuckenschlager.

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