Neue Namen an Hausleitens Parteispitzen. In Hausleiten stehen ÖVP, Bürgerliste, SPÖ und FPÖ am Stimmzettel. ÖVP-Ortschef Anzböck will die Absolute verteidigen, die Opposition setzt auf neue Gesichter .

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 18. Januar 2020 (06:34)

Am 26. Jänner können die Hausleitner bei der Gemeinderatswahl zwischen vier Parteien wählen. Wie vor fünf Jahren treten neben der Bürgermeisterpartei ÖVP auch die Parteiunabhängige Bürgerliste, die SPÖ und die FPÖ an.

Die ÖVP möchte die Absolute verteidigen; vor fünf Jahren holte man 58 Prozent, das entspricht 14 Mandaten. Als Wahlziel gibt ÖVP-Bürgermeister Josef Anzböck mindestens 15 Sitze aus. Die Zuversicht dafür ist beim Ortschef groß: „Die Zeit ist reif für Zugewinne, denn die Menschen merken, dass wir uns bemühen, eine hohe Lebensqualität in Hausleiten zu gewährleisten.“

Einige Punkte möchte die ÖVP bis 2025 umsetzen, wie etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen durch eine Vergrößerung des Betriebsgebiets in Hausleiten, die Installierung von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und eine flexiblere Gestaltung der Öffnungszeiten des ASZ sowie die Einführung einer Bürgerkarte.

2015 wurde die Bürgerliste von knapp 20 Prozent der Gemeindebürger gewählt. Diesmal geht Karl Eder statt Bernhard Grundschober als Nummer eins in die Wahl. Ein Themenschwerpunkt ist die kritische Haltung gegenüber der Kompostieranlage in Seitzersdorf-Wolfpassing, da sie laut Eder zu unerträglicher Geruchsbelästigung in vielen Teilen der Gemeinde führt. Auch die Beseitigung des Schwerverkehr-Problems ist ein großes Anliegen der Liste.

Bei der SPÖ gab es eine Änderung an der Spitze: Statt Johann Orth tritt Leopold Gebetsberger als Nummer eins an. 2015 entfielen rund 14 Prozent auf die Sozialdemokraten, die drei Sitze möchte man halten, verrät der Listenzweite Walter Herrmann. Insgeheim hoffte er aber auf mehr: „Jeder Zugewinn würde uns natürlich sehr freuen.“ Drei Themenschwerpunkte bewegen die SPÖ: die Erstellung eines neuen Verkehrskonzepts, der Ausbau von sicheren Radwegen und die „Beseitigung der Geruchsbelästigung“ der Kompostieranlage in Seitzersdorf-Wolfpassing, so Herrmann.

Die dritte Oppositionspartei setzt auf ein neues Gesicht: Monika Schierhuber ersetzt Josef Haas an der Spitze der FPÖ. In den vergangenen fünf Jahren war Haas als einziger Freiheitlicher im Hausleitner Gemeinderat. Im Wahlkampf setzt die FPÖ auf den direkten Kontakt mit den Bürgern, über eine E-Mail-Adresse kann man seine Anliegen schildern. Neben einer kritischen Haltung zur Kompostieranlage haben Umweltthemen weiter große Bedeutung, betont Schierhuber.