Stockerau

Erstellt am 13. Juli 2018, 17:30

von Redaktion noen.at

Sanierung der B3 in Stockerau. In einem gemeinschaftlichen Projekt der ÖBB mit dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Stockerau wird die Eisenbahnkreuzung mit der Landesstraße B3 aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt.

Symbolbild  |  ÖBB, Wallner Alexandra

Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B3 wird der Verkehrsfluss künftig optimiert und die Sicherheit erhöht. Die Vorarbeiten für dieses Projekt laufen bereits seit Oktober 2017, die Hauptarbeiten starteten Ende Jänner 2018.

Ende Juli wird nun das Eisenbahntragwerk eingeschoben, wodurch eine Sperre der Bahnsstrecke, verbunden mit einem Schienenersatzverkehr für alle Züge zwischen Stockerau und Hollabrunn bzw. Retz/Znojmo von 23. Juli bis 1. August, notwendig ist. Investiert werden insgesamt rund 10 Millionen Euro.

Errichtung Unterführung

Die Eisenbahnkreuzung der Nordwestbahn mit der B3 war einer der meistbefahrenen Bahnübergänge in Niederösterreich. In etwa 14.000 Autos trafen täglich auf ca. 90 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten kam. Mit dem Neubau der Unterführung wird die Möglichkeit geschaffen, den Straßenverkehr flüssiger und sicherer abzuwickeln.

Die Ausbildung der Unterführung erfolgt als wasserdichte Wanne. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,70 m und neben den zwei Fahrstreifen wird auch ein erhöhter, von der Fahrbahn getrennter, kombinierter Geh- und Radweg hergestellt. Dabei fallen rund 22.500 m³ Aushub an und es werden ca. 6.500 m³ Beton sowie 700 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet.

Bauablauf zur anstehenden Bauphase:

  • Abtrag der Gleis- und Oberleitungsanlage
  • Aushub für die Herstellung der Fertigteil-Lagerbänke
  • Einhub der Fertigteillagerbänke (Gewicht bis zu 60 Tonnen)
  • Einschub des Eisenbahntragwerks (Gewicht ca. 1000 Tonnen)
  • Errichtung aller Anschlüsse zum Tragwerk (Gleisunterbau, Randbalken)
  • Wiederherstellung des Gleises und der Oberleitung
  • Belastungsprobe/Freigabe

Schienenersatzverkehr von 23. Juli bis 1. August 2018

Um die anstehenden Arbeiten zum Tragwerkseinschub abwickeln zu können, ist von 23. Juli bis 1. August ein Schienenersatzverkehr für alle Personennahverkehrszüge zwischen Stockerau und Hollabrunn bzw. Stockerau und Retz/Znojmo in beiden Richtungen notwendig.

Die Busse des Schienenersatzverkehrs ab Znaim fahren ca. 40 Minuten und ab Retz 27 Minuten (bzw. 37 Min. bei Zwischenhalten Hollabrunn – Stockerau) vor der planmäßigen Abfahrtszeit ab, um die rechtzeitige Anschlussherstellung und planmäßige Abfahrt der Züge ab Stockerau zu gewährleisten.

Die Busse des Schienenersatzverkehrs für die ausfallenden S-Bahnen von/nach Hollabrunn fahren ca. 20 Minuten vor der planmäßigen Abfahrtszeit ab, um die rechtzeitige Anschlussherstellung und planmäßige Abfahrt der Züge ab Stockerau zu gewährleisten.

Diese Busse sind mit der Aufschrift „Schienenersatzverkehr“ gekennzeichnet. Reisende mit Fahrrädern können die Busse des Schienenersatzverkehrs aus beförderungstechnischen Gründen nicht benützen. Ein Fahrkartenverkauf findet in den Bussen des Schienenersatzverkehres nur dann statt, wenn keine derartige Kaufmöglichkeit in der angefahrenen Bahnstation möglich ist.