Wildpark Ernstbrunn zu, Tiere aber gut versorgt. Fürst Reuss hofft, dass Familien bald wieder in die Natur können.

Von Josef Christelli. Erstellt am 02. April 2020 (05:22)
Wenn sich am Parkplatz außerhalb des Gatters etwas bewegt, blickt das Rot- und Damwild neugierig über den Bergrücken.
Christelli

Bis auf Weiteres bleibt auch der Wildpark Ernstbrunn in Dörfles wegen der Coronapandemie geschlossen. Die Tiere vermissen die Besucher, schließlich hat es doch immer viele Leckerlis aus den Händen der Erwachsenen und Kinder gegeben. Finanzielle Troubles bleiben dem beliebten Ausflugsziel indes erspart, weil es mit der Reuss’schen Güterdirektion einen gesunden land- und forstwirtschaftlichen Betrieb im Rücken hat.

Möchte so rasch wie möglich wieder für alle Erholungsuchenden öffnen: Heinrich XIV. Fürst Reuss.
NOEN

„Unsere Forstarbeiter und Wildparkbetreuer füttern die Tiere wie immer jeden Tag, das Futter ist meist aus eigener Produktion und deshalb auch reichlich vorhanden“, erklärt Besitzer Heinrich XIV. Fürst Reuss.

Für das Personal wurde zwar Kurzarbeit beantragt, um Förderungen wurde aber noch nicht angesucht. Über Futterspenden würde sich der Wildpark dennoch ebenso freuen wie über Unterstützung für das hier ansässige Wolfforschungszentrum.

Sollten die Bestimmungen gelockert werden, würde das rund 45 Hektar große Wald- und Wiesengebiet als Erholungsort sofort auch wochentags öffnen: „Allein schon deshalb, damit Familien in die Natur hinaus kommen. Es muss ja fürchterlich sein, in kleinen Wohnungen ausharren zu müssen.“

Auch eine Beschränkung der Besucheranzahl könnte eingerichtet werden, diese wurde schon am letzten Öffnungstag ausgetestet. Über die aktuelle Lage wird auch auf der Website des Wildparks informiert.