Diebische Putzfrau wandert hinter Gitter. Dass verschwundene Schmuckstücke bei ihr gefunden wurden, ließ Reinigungskraft kalt. Bis zuletzt beteuerte sie Unschuld.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 06. Februar 2020 (03:58)
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Hahslinger

Sie habe stets nur ihren Job gemacht, nämlich putzen, erklärte eine Weinviertlerin mit fester Stimme vor Gericht. Dabei blieb die 36-Jährige aus dem Bezirk Gänserndorf auch, als Richter Manfred Hohenecker fragte: „Sie reinigten unter anderem im Haus einer Gänserndorferin, und diese beklagte den Verlust einiger Preziosen. Darunter ist auch ein auffälliger Anhänger, der bei Ihnen gefunden wurde. Können Sie das erklären?“

Sie habe den Großteil ihres Schmuckes vom verstorbenen Mann bekommen und legte zum Beweis einen Beleg eines Wiener Schmuckhändlers vor. Vom Richter eindringlich befragt, räumte der Geschäftsmann dann ein, dass er den Beleg im Nachhinein erstellt habe. „Sie werden von der Staatsanwaltschaft wegen Beweismittelfälschung hören“, kommentierte der Richter harsch.

Trotz der belastenden Zeugenaussage leugnete die Angeklagte und beteuerte letztlich unter Tränen ihre Unschuld. Sie wollte auch zwei weitere Kundinnen – eine Lanzendorferin (74) und eine 90-Jährige aus Langenzersdorf – weder 2.000 , noch einen Ring im Wert von 7.000 gestohlen haben.

„Ich habe keine Zweifel an Ihrer Schuld“, meinte der Richter und verurteilte die bislang unbescholtene Weinviertlerin zu einem Jahr Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.