Garteln und Wandern statt Urlaub im Süden. Covid-19 und die Reisebeschränkungen führen zu einem Umdenken bei den Reisezielen, Österreichurlaub ist „in“. Wir hörten uns bei Prominenten im Bezirk Korneuburg um.

Von Manfred Mikysek und Herwig Mohsburger. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:05)
Festspiel-Intendant  Christian Spatzek  hat ins seinem Garten einen Kakibaum gepflanzt, da er nicht in das Land reisen kann, wo die Zitronen blühen.
Mina Spatzek

Die Corona-Krise hat die Urlaubsplanungen vieler Menschen durcheinander gebracht. „Balkonien“ oder auch der Urlaub im eigenen Garten hört man oft als geplante Destinationen in diesem Sommer. Die NÖN hat sich umgehört, wie Prominente die „schönste Jahreszeit heuer verbringen wollen.

Völlig überraschend und als Corona-Opfer hätte der Schauspieler Christian Spatzek die Möglichkeit, im Sommer eine Urlaubsreise zu unternehmen. Denn erstmals seit der Gründung im Jahr 1963 finden die Festspiele in Stockerau, deren Intendant Spatzek ist, heuer nicht statt. „Ein paar Tage mit der Familie nach Italien oder Kroatien zu fahren das wäre schon schön, wenn es möglich wäre“, träumt Spatzek, denn seine Sehnsucht nach dem Meer ist sehr groß. „Zeit ist genug vorhanden, Geld ist - mangels Einnahmen - eher nicht vorhanden“, beschreibt der Festspiel-Intendant die Realität.

Fix am Sommerprogramm steht für Spatzek „Gartl‘n“ in seinem zuhause in Wien-Mauer. Ganz ohne Theater will Spatzek den Sommer aber nicht verstreichen lassen. Sein Ziel für den August ist es, in Mauer  Theateraufführungen zu machen, wenn dies möglich ist.

Ein Urlaub im eigenen Garten ist dem Abgeordneten zum Nationalrat Andreas Minnich zu wenig „ich habe einfach Lust, wieder unter die Leute zu kommen“, ist die Basis seiner Urlaubspläne. Fix ist dabei ein Besuch bei seinem Parteikollegen und ÖVP-Bürgermeister von Ernstbrunn, Horst Gangl. Den Wolfspark besuchen und die Leiser Berge erkunden ist das Nahziel.

„Ich will die Schätze in der Region besuchen“, plant Minnich für den Sommer als Tagesausflüge. Ganz oben am Programm steht für ihn noch eine andere Freizeitgestaltung:  „Ich werde auch die Gast- und wirtshausbesuche wieder intensivieren.“ Diese Besuche will er als Privatperson und nicht als Abgeordneter machen; er freut sich auf  „Urlaubsstimmung im Schanigarten!“

Im Sommer will Minnich auch seinen Brotberuf mit  dem Urlaub verbinden. „Ich hoffe, dass es zwischen den einzelnen Modemessen auch möglich ist, ein bisserl Urlaub im Salzkammergut oder in Kärnten zu machen.“ Dann wird Wandern am Programm stehen.

„Ich bin flexibler und habe nicht den großen Plan“, beschreibt die ÖVP-Bürgermeisterin von Stockerau, Andrea Völkl ihre Vorstellung vom Sommerurlaub in diesem Jahr. „Wandern und viel Bewegung an der frischen Luft, eventuell auch mit einer Übernachtung“, nennt sie ihre Ziele. Im September könnte dann noch eine Woche Wanderurlaub in Osttirol folgen.

Einen Großteil der Wanderungen wird sie von daheim aus starten, „ im Umkreis von einer Stunde gibt es ja zahlreiche Ausflugs-und Wanderziele“, betont Völkl. Sonnen und Baden werden auch nicht zu kurz kommen. Besucher des Stockerauer Freibades werden der Bürgermeisterin zusehen können, wie sie mit ihren drei Enkeln besonders die neuen Attraktionen wie das Piratenschiff erkundet.

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