Gasthaus Gamshöhe sucht Nachfolger. Trotz bester Lage in Bisamberg wurde noch kein neuer Pächter gefunden. Das ist auch schlecht für den Tourismus.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 25. Juli 2021 (05:43)
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Das Gasthaus zur Gamshöhe steht seit zwei Jahren leer. Der letzte vielversprechende Bewerber ist kurzfristig wieder abgesprungen.
Simperler

Seit fast zwei Jahren hat das Gasthaus zur Gamshöhe geschlossen, das hat aber nicht nur mit der Corona-Gastronomiesperre zu tun. Die ehemaligen Pächter konnten sich mit dem Bestandsgeber nicht mehr einigen. Worum es dabei konkret ging, wurde geheim gehalten; Tatsache ist aber, dass für das beliebte Ausflugsziel, das erst vor wenigen Jahren renoviert wurde, bislang noch kein Nachfolger gefunden werden konnte.

ÖVP-Gemeinderat Alexander Fritsch ist auch für die wirtschaftlichen Belange der Marktgemeinde politisch verantwortlich. Gegenüber der NÖN erklärte er: „Ich bin in Kontakt mit einer Immobilienfirma, die in regem Austausch mit dem Eigentümer der Liegenschaft steht. Man versicherte mir, dass es zwar schon etliche Bewerber gegeben hätte, diese aber Konzepte vorlegten, die für die Gamshöhe nicht geeignet waren.“

Fritsch: „Geht auch um Wertschöpfung“

Erst vor wenigen Tagen hätte ein potenzieller Nachfolger, dessen Vorstellungen jenen der Gemeinde entsprochen hätten, seine bereits fixe Zusage kurzfristig und überraschend zurückgezogen. Für die Marktgemeinde ist das ein schmerzlicher Zustand.

„Fast eine Million Erholungssuchende frequentieren jährlich den Bisamberg, freilich auch aus anderen Bereichen wie Langenzersdorf oder Wien. Da geht es nicht nur um die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch um die Wertschöpfung für die Marktgemeinde selbst“, betont Gemeinderat Fritsch. Schon alleine aus diesem Grund werde sich Bisamberg vermehrt darum kümmern, dass die Gastronomie wieder belebt wird.

Derzeit gibt es zwar eine Art Würstelstand beim Parkplatz auf der Gamshöhe und den Waldheurigen, aber das könne kein Ersatz, sondern maximal eine Ergänzung für eine adäquate gastronomische Versorgung am Berg sein.