Schneckenhilfe fürs Lesen. Sabine Janik schwört bei unruhigen Kindern auf tiergestützte Leseförderung. Ihre Therapietiere sind dabei allerdings afrikanische Riesenschnecken.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 17. Februar 2019 (05:52)
Rathauscher
Sabine Janik erzählte den Kindern anhand von Schautafeln über die afrikanischen Riesenschnecken (Achatschnecken).

Sabine Janik, Leiterin der städtischen Bibliothek im Belvedereschlössl, ist bekanntermaßen eine rührige Bibliothekarin. Ihr besonderes Anliegen ist es, möglichst viele Kinder zum selbstständigen Lesen zu animieren. Bianca Kutej und Gertraud Krehan, Lehrkräfte des Stockerauer Gymnasiums, wollten ihrerseits ihren Schülern eine Führung durch die Bibliothek als Ergänzung zum Deutschunterricht ermöglichen. Daraus entstand schließlich die Idee, die Führung gleich mit einer Demonstration der tiergestützten Lesehilfe anzureichern.

Der Besuch der 2G-Klasse begann daher zunächst mit einer Führung durch den Dachboden, von wo die Kinder den Blick über Stockerau genießen konnten. Danach versammelte Janik die Schüler in einem der Bibliotheksräume, wo sie sich im Kreis um ein kleines Terrarium platzierten, in das Janik der Reihe nach drei Achatschnecken aus ihrem angestammten Terrarium einsetzte. Eine Wärmelampe hielt die Schnecken bei Laune.

Janik erzählte über die Schnecken und erläuterte, warum sie diese ruhigen Tiere für die tiergestützte Leseförderung ausgewählt hat: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig manche Kinder sind. Die können einfach nicht ruhig halten, geschweige denn ein Buch zur Hand nehmen, um selbst darin zu lesen. In Gegenwart dieser Schnecken beginnen sie sich zu beruhigen.“

Abschließend las Janik den begeisterten Kindern eine spannende Geschichte über eine Schnecke vor.