Über 3.200 Arbeitslose im Bezirk Korneuburg. 3.501 Personen waren Ende 2020 auf Jobsuche – um 625 mehr als noch vor einem Jahr. Der große Einschnitt erfolgte während des ersten Lockdowns: „Mitte März stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk rasant an, gleichzeitig ging das Angebot an freien Stellen deutlich zurück“, erinnert sich AMS-Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak an den Beginn der Corona-Pandemie.

Von NÖN Redaktion und Veronika Löwenstein. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:24)
AMS-Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak hofft auf eine baldige „Rückkehr zur Planbarkeit“.
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Die ganze Dimension der Krise am Arbeitsmarkt zeigen die Durchschnittswerte für 2020: 3.232 Menschen waren im Jahresdurchschnitt des vergangenen Jahres arbeitslos gemeldet, gegenüber 2019 bedeutet das eine Steigerung von 30,8 Prozent. Besonders betroffen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit war die Altersgruppe bis 25 Jahre. Ein Plus von 40,4 Prozent im Vorjahresvergleich bedeutet, „dass fast jeder Zehnte beim AMS Korneuburg gemeldete Jobsuchende jünger als 26 Jahre war“, führt Nowak aus.

Sorgen bereitet dem AMS-Chef die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die weiter steigen wird, wie er befürchtet: „Im Bezirk Korneuburg verzeichneten wir zum Jahresende einen Anstieg um 23,6 Prozent. Damit ist bereits jeder sechste Arbeitslose, der vom AMS Korneuburg betreut wird, zumindest ein Jahr auf der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz“, verdeutlicht er.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: So haben 2020 3.710 Jobsuchende im Bezirk eine Arbeit gefunden, „ein Plus gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent“, so Nowak. 2.821 freie Stellen konnten besetzt werden.

Ein auf die Region und die Besonderheiten des Arbeitsmarkts im Bezirk zugeschnittenes Qualifizierungsangebot soll helfen, Personen einen rascheren Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und Betrieben Fachkräfte zu vermitteln. „Voraussetzung für das Gelingen sind jedoch ein baldiges Ende der Pandemie und die Rückkehr zur Planbarkeit“, betont der AMS-Chef. 

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