Verein in Herzogbirbaum: Das Dorf steht im Mittelpunkt. Seit 30 Jahren gibt es den Verein. Das Jubiläum wird beim Blütenfest groß gefeiert.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 26. April 2019 (05:44)
Rathauscher
Freuen sich auf das Blütenfest zum Jubiläum:Der Obmann der Dorferneuerung, Josef Benedikt, und Bürgermeister Karl Lehner.Rathauscher

Seit dem 9. September 1988 gibt es den Verein für Dorferneuerung in Her zogbirbaum. Mitglieder des Vereins sind alle Ortsbewohner. Die Organe des gemeinnützigen Vereins werden periodisch gewählt. Aktuell ist Josef Benedikt der Obmann und Reinhard Raberger der stellvertretende Obmann. Wer möchte, kann seine Idee einbringen und gemeinsam mit anderen an der Umsetzung arbeiten.

Aktivitäten der Dorferneuerung sind immer mit Kosten verbunden. Da ist es erstaunlich, dass durch die Tätigkeit des Vereins zwischen 1988 und 2005 etwas mehr als 90.000 Euro an Fördermitteln und Spenden aufgebracht werden konnten. Raberger dazu: „Ich bin erst seit etwa zehn Jahren dabei, aber in dieser Zeit gab es eine bemerkenswerte strategische Neuausrichtung. Ging es in den frühen Jahren eher um Dorfverschönerung durch Blumen und Bepflanzung, stellt man jetzt eher die gemeinsame Geschichte, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Lebensqualität im Dorf in den Mittelpunkt.“

„Ging es früher eher um Dorfverschönerung, stellt man jetzt eher die gemeinsame Geschichte in den Mittelpunkt.“Reinhard Raberger

Dazu zählt sowohl das stimmungsvolle Adventkonzert als auch die Pflege der alten Obstsorten und die Aufbereitung der Geschichte von Herzogbirbaum. Die Dorfhistorie wurde gleich mehrmals bearbeitet: im Projekt „Um-Gang“ und in der Herausgabe des Buchs „Herzogbirbaum für Anfänger und Fortgeschrittene“. Dabei war Elfriede Haslinger, ehemalige Obfrau und aktuell im Beirat des Vereins, federführend, sie ist sozusagen die Dorfchronistin. Natürlich waren auch viele weitere Freiwillige beteiligt, aber ohne ihr umfangreiches Archiv und Wissen wäre das Buch nicht möglich geworden. Sie wurde dafür auch von der Obfrau der NÖ Dorf- und Stadterneuerung, Maria Forstner, mit dem silbernen Verdienstabzeichen des Landes geehrt.

Seit nunmehr vier Jahren gibt es einen sichtbaren Höhepunkt in der Arbeit des Vereins: Alljährlich findet das sogenannte Blütenfest statt, jedes Mal mit einem anderen thematischen Schwerpunkt – heuer, dem Anlass entsprechend, unter dem Titel „Jedes Dorf ist eine Welt“.