Neuer Name für den Ferkelmarktplatz . Der Ferkelmarktplatz wird künftig „Gießerei Platz“ heißen.

Von Josef Christelli. Erstellt am 16. Juli 2020 (03:26)
Der „Fadlmoarkt“ wird zum „Gießerei Platz“. Bürgermeister Horst Gangl und Gerhard Hammerschmied sind sich einig.
Christelli

Der Ferkelmarktplatz, im Volksmund auch „Fadlmoarkt“ genannt, wird künftig im Ortszentrum eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur, dass das Areal in den Umbau des Hauptplatzes einbezogen ist, es wird künftig mit „Gießerei Platz“ einen neuen Namen tragen.

Noch in den 1960ern und 1970ern wurde in der Halle und auf dem Platz einmal pro Woche ein Markt abgehalten, wo Ferkelzüchter ihre Jungtiere angeboten haben. Damals war die Zeit bekanntlich noch anders, da wurden in vielen Häusern die Ferkel bis zur Schlachtreife gefüttert, um den Familien Fleisch und Schmalz über den Winter zu sichern. Mit der Auflösung der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe hörten auch die Ferkelmärkte auf. Der rund 2.400 Quadratmeter große Platz dient derzeit als Parkplatz für die Eltern der Volksschulkinder, aber auch für gewerbliche Schwerfahrzeuge.

Der „Ferkelmarkt“ ging in die Geschichte ein, selbst die legendären „Ernstbrunner Festtage“ des SK Ernstbrunn wurden dort in Bierzelten abgehalten, wo Jazz Gitti, die Red Devils oder Waterloo begeistert haben. Auch Kindersportveranstaltungen wurden dort oft ausgetragen.

Daneben befindet sich die Eisengießerei Hammerschmidt, die fast 100 Jahre Tradition aufzuweisen hat und in der am 28. Februar 2013 zum Termin des Papst-Rücktritts zum letzten Mal gegossen wurde.

Wohnbauten brachten Namensänderung

„Ich habe extra noch ein paar Tage verlängert, um den Termin für den letzten Guss mit einem weltweiten Ereignis zu koppeln“, erzählt Gerhard Hammerschmied. Dem Betrieb wurde jetzt auch die Ehre erwiesen, die Firma hat den Platz ja oft als Park-, Umlade- und Lagerplatz benutzt.

Der Ferkelmarkt ist schon jetzt ein beliebter Platz für Dauerparker, das wird sich aber nach dem Totalumbau des Hauptplatzes noch ändern. „Der Platz ist im Plan involviert und bekommt eine neue Aufgabe“, verrät ÖVP-Bürgermeister Horst Gangl im NÖN-Gespräch. Dauerparker und Pendler, die den Wieselbus nutzen, sollten dort parken. Aber auch Kunden von Gastronomie und Gewerbetreibenden werden künftig eingeladen, ihr Fahrzeug dort abzustellen und durch den Hinterhof und der Einfahrt des Seniorenwohnhauses zum Hauptplatz zu gehen.

Derzeit werden hinter der alten Ferkelmarkthalle sechs Reihenhäuser gebaut. Was mit der Halle passieren soll, ist derzeit noch unklar. Die Hausnummer Gießerei Platz 1 wird dafür reserviert, die Reihenhäuser bekommen die Bezeichnungen Gießerei Platz 2 bis 7.

„Wer will schon am Ferkelmarktplatz wohnen? Das hat auch unsere Umbenennung eigentlich ausgelöst“, erklärt der Bürgermeister.