Stockerauer Kulturverein plant für 2019 . Aus der Initiative „KulturZone“ entstand ein Verein, der heuer viel vor hat.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 21. April 2019 (03:13)
NOEN
Renate Eiben und Regina Weilbuchner sind im Vorstand des neugegründeten Vereins „KulturZone.“Rathauscher

Aus der Initiative „KulturZone“ wurde ein Verein, der für 2019 ein sehr ambitioniertes, vielseitiges Programm in Aussicht stellt. Renate Eiben und Regina Weilbuchner bilden den Vorstand und stellen der NÖN die Entwicklungen und das neue Programm vor.

Bisher war die KulturZone eine Stockerauer Einrichtung, die während der Festspiele Künstlern die Möglichkeit bot, sich der Bevölkerung vorzustellen. Dazu gab es immer die „Tafel der StockerauerInnen“, bei der man sich zusammensetzen und unterhalten konnte. Ursprünglich befand sich die „Tafel“ am unteren Kirchenplatz, dann wurde sie aufgrund akustischer Überschneidung mit dem Theater in den Park des Belvedereschlössls verlegt. Heuer erfolgte die finale Emanzipation: Die KulturZone findet nicht mehr während der Festspiele, sondern bereits im Frühjahr statt, konkret zwischen 3. und 5. Mai im Schlössl sowie im Park davor.

Aus dem losen Netzwerk von Kulturinteressierten wurde heuer auch ein offizieller Verein. Entstanden ist die Initiative ursprünglich als Antwort auf die Schließung des „Trateliers“. Über personelle Vernetzungen gibt es Synergien mit „kunst& ko“, dem Lenautheater und der Kreativ-Mittelschule. Die Stadt unterstützt das Projekt mit den Räumlichkeiten des Belvedereschlössls und der Möglichkeit, die Veranstaltungen auf den Litfaßsäulen zu bewerben.

Das diesjährige Programm ist sehr abwechslungsreich, neben der obligaten kulinarischen Tafel kommt die Kunst nicht zu kurz. Zu erleben sind drei bildende Künstler aus Stockerau, die Akkordeonistin Heidelinde Gratzl, die Liedermacherin JonoPono, der Weinviertler „Ui-Mundart“-Dichter Günter Brauneis sowie Negin Wahedi, die über den Frauenalltag in Afghanistan berichtet. Die Kreativ-Mittelschule präsentiert „Kreatives Schreiben“ und ein Bläserensemble, die Volksschule West ein Planetenprojekt. Der Verein Wink wird mit einem „Wink-Parcours“ auf die vorhandenen Barrieren aufmerksam machen, mit denen behinderte Menschen tagtäglich konfrontiert sind.

Ein detailliertes Programm liegt in Form eines übersichtlichen Folders im Bürgerservice im Rathaus, in Banken und in einigen Geschäften der Stadt auf.