Spillern: Ein Wahlkampf ohne Streit?. Vertreter aller Fraktionen verpflichten sich zu einem Gemeinderats- Wahlkampf ohne persönliche Untergriffe. „Ein Wettbewerb der Ideen“ steht im Mittelpunkt.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 13. Dezember 2019 (05:18)
Jakob Trimmel (FPÖ), Mauritz Großinger (ÖVP), Vizebürgermeisterin Christine Wessely, Bürgermeister Thomas Speigner, Martin Senekowitsch (alle SPÖ) sowie Franz Hatzl (Grüne) (v.l.).
Wieser

Auf „Verhaltensregeln“ für den Wahlkampf für die kommende Gemeinderatswahl einigten sich alle Fraktionen. In einem gemeinsamen Text zeigten sich die Vertreter von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne mit sechs formulierten Punkten einverstanden. Demnach sollen etwa persönliche Diffamierungen ausbleiben.

„Ich freue mich, dass alle Vertreter das Abkommen für gut befunden haben“, meint SPÖ-Bürgermeister Thomas Speigner. Das „politische Hickhack“ solle woanders stattfinden, ergänzt er, am 26. Jänner würde es allein um Spillern und die handelten Personen gehen.

Für Mauritz Großinger (ÖVP) war die Erklärung nicht notwendig, denn: „Für mich sind die Punkte sowieso klar.“ Der Zugang der ÖVP sei, zu kritisieren, nicht zu schimpfen. „Aber schädlich ist so ein Abkommen sicher nicht.“

Auch Jakob Trimmel (FPÖ) hätte sich ohnehin an die Punkte gehalten, betont er: „In Spillern wird ein guter Ton gepflegt, das war vorher mündlich vereinbart, jetzt haben wir es auch schriftlich.“ Es handle sich mehr um einen „symbolischen Akt.“

Ähnlich sieht es der Grüne Franz Hatzl, das Abkommen sei ein „formaler Akt.“ Er findet es schade, dass eine Abmachung heutzutage überhaupt nötig ist.