Gerasdorfer Anrainer stimmten gegen zur Hundezone. 75 Prozent sprachen sich gegen eine Fläche für Hunde aus. Umgesetzt wird hingegen das Projekt „Urban Gardening“.

Von Julia Winter. Erstellt am 12. Februar 2020 (04:51)
Die Mehrheit der Bewohner in dem dicht bebauten Gebiet will keine Hundezone in ihrer Umgebung.
Shutterstock/ DreamerAchieverNoraTarvus

Ein 1.800 Quadratmeter großes Feld, das an die Dr.-Bruno-Simlinger-Gasse in Gerasdorf angrenzt, sollte Anwendung für zwei Projekte finden: Während „Urban Gardening“ bereits fix beschlossen wurde, hing die Errichtung der Hundezone noch von einer Befragung der Anrainer ab.

Angenommen wurde dieser Projektvorschlag von einem Großteil der Anwohner rund um die Dr.-Bruno-Simlinger-Gasse in diesem Falle aber nicht. Insgesamt haben 106 Personen an der Umfrage teilgenommen. Diese fiel mit einem Ergebnis von 75,5 Prozent zu 24,5 Prozent klar gegen die Hundezone aus.

Anderer Standort? „Im Umkreis gibt es kaum geeignete Flächen“

Die Umfrage wurde gestartet, um den direkten Anrainern ein entscheidendes Mitspracherecht zu verleihen. Gleichzeitig hatte sie den Sinn festzustellen, ob eine kleine Hundezone mit in das Projekt Urban Gardening integriert werden sollte.

Mit einer Ablehnung hatte FPÖ-Vizebürgermeister Dietmar Ruf, der sich für dieses Projekt einsetzte, durchaus gerechnet, „allerdings nicht in dieser Deutlichkeit“, wie er im Gespräch mit der NÖN erklärte. Als Grund für die Befragung nannte Ruf die dichte Bebauung in diesem Gebiet, die Anrainerbeschwerden vorhersehbar machte.

Ein anderer Standort für die Auslaufzone ist derzeit nicht vorgesehen. „Im Umkreis gibt es nämlich kaum geeignete Flächen“, sagt Ruf. Trotz der abgelehnten Hundezone wird das Feld entlang der Dr.-Bruno-Simlinger-Gasse jedoch voll ausgenutzt. „Urban Gardening“, ein Projekt, das den Gerasdorfern ermöglichen soll, ein kleines Gartenstück zum Anbau von eigenem Obst und Gemüse anzumieten, wird nun größtenteils Anwendung finden.

„Je nach Buchungslage wird dann eventuell ein Teil der Fläche auch für einen essbaren Garten reserviert“, erklärt Ruf. Eine Anmeldung für die jeweilige, rund 20 Quadratmeter große Anbaufläche kann somit aktuell im Rathaus, Abteilung Bürgerservice, erfolgen. Auf den essbaren Garten muss hingegen noch gewartet werden.