Großmugls ÖVP-Liste ist jünger und weiblicher. Auf der ÖVP-Liste sind viele Frauen und junge Menschen vertreten.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 20. Januar 2020 (05:34)
Bürgermeister Karl Lehner führt die ÖVP als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl am 26. Jänner. Vor fünf Jahren holte die ÖVP 77 Prozent der Stimmen.  Foto: privat
privat

Die Großmugler ÖVP konnte bei der Erstellung des Wahlvorschlags aus dem Vollen schöpfen, inklusive der Ersatzkandidaten konnte man eine Liste mit 38 Personen für die 19 Gemeinderatssitze präsentieren.

Dabei gibt es bemerkenswerte Details, wie VP-Bürgermeister Karl Lehner im Gespräch mit der NÖN betont: „Wir haben für jede Gemeinde ein sicheres Mandat vorgesehen. Weiters haben wir durch die Nominierung von mehreren Jüngeren das Durchschnittsalter auf 38 Jahre gesenkt.“ Zudem würden die Bürger in Großmugl und Herzogbirbaum über die Vorzugsstimmen entscheiden können, wen sie in den Gemeinderat entsenden möchten. Außerdem gibt es auf der Liste mehrere Frauen in wählbaren Positionen.

„Durch die Nominierung von mehreren Jüngeren haben wir das Durchschnittsalter auf 38 Jahre gesenkt.“Karl Lehner, ÖVP-Bürgermeister

Bei den Schwerpunkten für die nächste Periode möchte man neue Akzente setzen. Lag das Hauptaugenmerk bisher auf dem Hochwasserschutz, kann man sich nun, da die meisten Maßnahmen entweder schon abgeschlossen oder fix geplant sind, anderen Themen widmen. An oberster Stelle steht die Errichtung des neuen Feuerwehrhauses und des Wirtschaftshofs. Auch der Siedlungsstraßenbau wird weiter vorangetrieben. Lehner möchte zudem weiterhin den Ausbau des Breitbandnetzes einfordern und somit die Verfügbarkeit des Internets für alle Bürger sicherstellen.

Das Gewerbegebiet Roseldorf befindet sich schon in der ersten Phase der Errichtung, es gibt bereits Interessenten, die im Frühjahr mit dem Bauen beginnen möchten – das werde weiter ein Schwerpunkt bleiben, so Lehner. In Bezug auf den Klimaschutz gibt es zwei Vorhaben: die weitere intensive Pflanzung von Bäumen sowie die Installation von PV-Anlagen auf allen gemeindeeigenen Dächern.

Wenn es um den Zuzug in die Gemeinde geht, möchte Lehner moderat vorgehen: „Ziel muss sein, gerade so schnell zu wachsen, dass wir die Infrastruktur aufrecht erhalten können. Beim Wohnungsbau müssen wir uns auch mit dem Betreuten Wohnen befassen, denn das wird immer dringlicher werden.“ Wichtig sei auch der Baubeginn des Jugendtreffs in Großmugl. Auch für die Musikkapelle ist eine Lösung in Sicht: Sobald die FF in ihr neues Haus umzieht, werden die Räumlichkeiten für den Arzt vergrößert und die Kapelle bekommt fixe Proberäume.