NEOS sauer: Korneuburger Stadtzeitung als Zankapfel. NEOS fühlen sich in der Sonderinfo der Stadt ausgegrenzt. ÖVP-Stadtchef Gepp kontert.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 17. Januar 2020 (05:46)
Die NEOS fühlen sich in der Extraausgabe der Stadtzeitung ausgegrenzt: Bezirkssprecher Elmar Pittracher, Sabine Tröger, Ulrike Höbarth-Kaindl undKathrin Kaindl.
Löwenstein

Das Korneuburger NEOS-Team ist stinksauer. Grund ist die Sonderausgabe der Stadtzeitung zur Gemeinderatswahl: Während dort den anderen wahlwerbenden Parteien Platz eingeräumt wird, finden die NEOS nur im Abdruck des Wahlzettels Erwähnung. Für ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp eine logische Schlussfolgerung: „Die NEOS sind in Kor neuburg offiziell erst seit 2. Jänner wahlwerbend.“

NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Tröger, die von der ÖVP zu den NEOS gewechselt ist, lässt das Argument nicht gelten und wirft ein: „Die Stadtzeitung wird von Steuergeld bezahlt. Es ist demokratiepolitisch nicht in Ordnung, dass man uns ignoriert.“ Sie wirft ihrer ehemaligen Mutterpartei „eine schwere Form der Ausgrenzung“ vor. Und sie erinnert, dass es auch eine Zeit nach der Wahl gibt: „Für eine Zusammenarbeit in Sachfragen sind wir offen. Die ÖVP macht ja nicht alles schlecht, aber hier geht es um Meinungsvielfalt.“

ÖVP-Stadtchef Gepp erklärt, dass unter Berücksichtigung der Nachmeldefrist erst Ende Dezember die Wahlbehördensitzung stattgefunden hätte. Erst danach hätte der Stimmzettel fixiert werden können. Die Stadtzeitung sei bereits vor Weihnachten finalisiert worden, begründet der Bürgermeister, warum nur die bereits im Gemeinderat vertretenen Fraktionen berücksichtigt wurden.