Erstellt am 14. Juni 2018, 05:00

von Veronika Löwenstein

Rotes Kreuz: Stadt will Beitrag zu Neubau leisten. Innerhalb von zwei Jahren soll die Ortsstelle Gerasdorf schrittweise in die Bezirksstelle Korneuburg eingegliedert werden.

Die Rot-Kreuz-Ortsstelle Gerasdorf bereitet den Wechsel von der Bezirks-stelle Mistelbach nach Korneuburg vor.  |  Seufert

Die Marschrichtung, wie es mit der Rot-Kreuz-Ortsstelle Gerasdorf weitergeht, ist jetzt klar: Innerhalb von zwei Jahren soll sie schrittweise in die Bezirksstelle Korneuburg eingegliedert werden. Wie berichtet, hatte sich die Bezirksstellenleitung in Mistelbach für einen Wechsel stark gemacht, wovon die Korneuburger Bezirksstelle, die mitten in den Planungen einer neuen Bezirkszentrale steckt, überrascht wurde.

In den letzten Wochen hat man an einem geordneten Übergang gearbeitet. Der Fahrplan sieht vor, dass die Ortsstelle Geradorf mit 1. Juli als Dienststelle dem Landesverband Niederösterreich unterstellt wird. Innerhalb des Landesverbandes zeichnet Bereichsgeschäftsführer Martin Bachmann für die Dienststellen des Wein- und Waldviertels verantwortlich. „Er wird daher auch Gerasdorf betreuen“, informiert Sonja Kellner, Pressesprecherin des Rot-Kreuz-Landesverbandes. Die bisherige Ortsstellenleitung Angelika Isensee und Roland Waltzer bleibt unverändert. „Sie setzen sich bereits intensiv für die Weiterentwicklung der Dienststelle ein“, so Kellner.

„Ziel ist es, die Ortsstelle Gerasdorf in zwei Jahren zu integrieren, aber nur mit der Zusage einer finanziellen Beteiligung für den Neubau.“LAbg. Christian Gepp

SP-Bürgermeister Alexaner Vojta möchte „mehr Tempo“ in die Stadt bringen.  |  Frantz

Die Eingliederung von Gerasdorf in die Bezirksstelle Korneuburg soll bis spätestens 1. Juli 2020 erfolgen. Die Bezirksstelle Korneuburg wird aber schon ab diesen Juli im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste, der internen Aus- und Weiterbildung sowie der Krisenintervention eng mit Gerasdorf zusammenarbeiten. „Diesbezügliche Gespräche verliefen äußerst konstruktiv und konnten bereits positiv abgeschlossen werden“, freut sich Kellner über die Entwicklung.

Offen ist noch, wie es in puncto Eingliederung mit der Finanzierung des Neubaus in Korneuburg aussieht. Alle Bezirksgemeinden müssen dafür ihren Obulus leisten. „Betreffend einer Finanzierungsbeteiligung durch die Gemeinde Gerasdorf gibt es derzeit keine Überlegungen“, sagt Kellner.

Für LAbg. Christian Gepp (ÖVP) ist die Zusage einer finanziellen Beteiligung der Stadt Gerasdorf beim Neubau der Bezirkszentrale aber Voraussetzung für die Integration der Gerasdorfer Ortsstelle, wie er in der letzten Korneuburger Gemeinderatssitzung festhielt. SP-Bürgermeister Alexander Vojta aus Gerasdorf steht dem Thema durchaus aufgeschlossen gegenüber: „Es ist natürlich klar, dass wir unseren Beitrag zum Neubau leisten.“ Schritt für Schritt müsse die Ortsstelle an die neue Bezirksstelle herangeführt werden, wünscht er sich. Der Stadtchef findet lobende Worte für die Rot-Kreuz-Mitarbeiter: „Im Moment funktioniert die Ortsstelle super. Die Mitarbeiter sind sehr motiviert.“

Neben fünf neuen Sanitätern gibt es auch einen fixen Mitarbeiter, der vom Landesverband finanziert wird. Im nächsten Jahr könnte ein weiterer folgen, an dessen Kosten sich auch Gerasdorf beteiligen will, so Vojta.