Schottergrube: „Eine Lösung für alle“. ÖVP-Petition soll in der Ausschuss-Sitzung im Herbst behandelt werden. Abgeordneter Minnich will Projekt-Gegner und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigen.

Von Julia Winter. Erstellt am 06. August 2020 (03:26)
ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich bringt die Petition zur Schottergrube im Parlament ein.
ÖVP/Sabine Klimpt

Die Petition gegen die geplante Schottergrube, die seitens der ÖVP Gerasdorf gestartet wurde, soll in den nächsten Tagen im Nationalrat eingebracht werden (die NÖN berichtete).

Eine Fläche mit rund 200 Hektar darf in Gerasdorf gemäß Raumordnungsprogramm zur „Sand- und Kiesgewinnung“ genutzt werden. Auch Interessenten für den Schotterabbau in besagtem Gebiet sind bereits vorhanden. Diese Eignungszonen, die in den 1960er-Jahren hierfür bereitgestellt wurden, seien allerdings laut der Gegner dieses Projekts nicht mehr zeitgemäß. Neue rechtliche Rahmenbedingungen sollen nun die geplante Schottergrube verhindern oder zumindest einschränken, so die Hoffnung der Kritiker, die auch Unterschriften sammeln. Eine Petition gegen dieses Projekt, die von der Volkspartei in Gerasdorf an den ÖVP-Nationalratsabgeordneten Andreas Minnich übergeben wurde, soll dabei unterstützend wirken.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Weg finden, der die Lebensqualität schützt und wirtschaftlich verträglich ist.“ Andreas Minnich

Diese wird von Minnich in den kommenden Tagen im Parlament eingebracht. „In der Herbstsitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen wird jene Petition somit schon parlamentarisch behandelt“, erklärt Minnich auf NÖN-Anfrage.

Für ihn ist dabei klar: Das oberste Ziel ist, eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten zufriedenstellt. Zudem sei es ihm besonders wichtig, mit allen Gespräche zu führen, um eine solche eine Lösung zu erzielen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Weg finden, der sowohl die Lebensqualität der Gerasdorfer schützt und gleichzeitig wirtschaftlich verträglich ist“, ist er zuversichtlich.