Jubiläum für die Krippenbauer. Seit 1983 werden jeden Sommer liebevoll gestaltete Krippen angefertigt.

Von Josef Christelli. Erstellt am 15. Juli 2020 (03:15)

Das Krippenbauen im Sommer hat lange Tradition. Seit 1983 wurden 40 Krippenbauwochen im Bildungshaus Großrußbach unter der Leitung des erfahrenen Krippenbaumeisters Walter Sentfleben abgehalten. Am vergangenen Freitag war das Jubiläum natürlich Anlass für eine kleine Feier mit einer Ausstellung jener Krippen, die zuletzt gebaut wurden.

Immer in der ersten Ferienwoche im Juli findet die „Krippenbauwoche“ statt, und das seit 38 Jahren. Einmal wurde sogar zwei Wochen gearbeitet, daher zählt man heuer das 40. Jubiläum.

Mit fünf Interessenten wurde 1983 begonnen, damals wurde noch alles mit Handsägen gearbeitet. „Später hat das Bildungshaus eine Bandsäge gekauft, und jetzt haben die Krippenbastler schon viele Kleingeräte mit dabei, die zu einer enormen Erleichterung beitragen“, erzählte Senftleben bei der Feier. Heuer waren elf Teilnehmer dabei, neben Jugendlichen mit Claudia Dopler aus Hautzendorf und dem Burgenländer Fabian Militich auch zwei, die zum 14. Mal mitgemacht haben. Insgesamt dürften an die 500 Krippenbauer rund 750 schöne Kunstwerke gebaut haben.

Senftleben gefällt auch die Kameradschaft innerhalb der Gruppe: „Da hilft einer dem anderen. Fehlt irgendetwas, wird gegenseitig ausgeholfen.“ Der 77-Jährige baute sogar das Bildungshaus als Krippe nach, diese ist immer in der Advent- und Weihnachtszeit im Bildungshaus zu bestaunen.

Insgesamt wurden 14 Krippenbaumeister und eine Krippenbaumeisterin ausgebildet. Die „Baumeister“ müssen gewisse Aufgaben erfüllen, mindestens dreimal dabei sein, Krippen selber bauen und als Meisterarbeit eine Krippe nach einem Foto nachbauen. Diesmal wurde Peter Huber aus Kettlasbrunn zum „Krippenbaumeister“ ausgezeichnet. Sein Bildnis stand bei der kleinen Ausstellung auf der Stirnseite beim Eingang unter der Bezeichnung „Meisterkrippe“. Prälat Roch segnete alle Exemplare.