Stadt Korneuburg startet Pflanzaktion. Gemeinderat beschließt Ankauf von 250 neuen Bäumen um 50.000 Euro.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 17. Oktober 2019 (05:27)
Löwenstein
Im Park neben dem Parkdeck wurden kaputte Bäume gefällt. Sie werden nachgepflanzt.

Dass im kleinen Park zwischen Karl-Liebleitner-Ring und Am Neubau (neben dem Parkdeck am Bahnhof) Bäume gefällt wurden, sorgte in den sozialen Medien für Kopfschütteln. Gemutmaßt wurde, dass die Bäume wegen des Wohnbauprojekts in unmittelbarer Nachbarschaft oder wegen einer Wegverbreiterung weichen mussten, doch ÖVP-Umweltstadtrat Alfred Zimmer winkt auf NÖN-Anfrage ab: „Mit dem Bauprojekt hat das gar nichts zu tun!“

18 verschiedene Baumarten werden gesetzt

Die gefällten Bäume seien schlicht kaputt gewesen, wie die Stadtgärtner festgestellt hätten. Für Laien seien die Schäden an Bäumen rein optisch oft nicht erkennbar, gibt Zimmermann zu denken. Fotos der Experten hätten aber gezeigt, dass sie nicht zu retten waren.

Die Stadt kennt alle ihre Bäume: Sie sind in einem Baumkataster verzeichnet und werden einmal im Jahr auf Schäden kontrolliert. Die umgeschnittenen Bäume werden im Rahmen der nächsten Baumpflanzaktion nachgepflanzt, die schon diesen Herbst startet.

Insgesamt werden 250 neue Bäume in der ganzen Stadt gepflanzt. Rund 50.000 Euro lässt sich die Stadtgemeinde das Vorhaben kosten. Die Sparkasse Korneuburg hat angekündigt, die Aktion finanziell zu unterstützen. Gesetzt werden 18 verschiedene Baumarten. Bei der Auswahl war auch der Klimawandel ein Kriterium, informiert Zimmermann. „Gepflanzt werden Bäume, die sich gegenüber den Veränderungen resistent zeigen“, so der Stadtrat.

Der Ankauf der Bäume wurde im Gemeinderat beschlossen. Erworben werden sie bei der Firma Praskac, aus gutem Grund, wie ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp erklärte: „Wir müssen dort nicht alle Bäume auf einmal kaufen, sondern können sie abrufen.“ Die Stadtgärtner können nämlich nur bis zu maximal zehn Bäume pro Tag einpflanzen. Wo welche Bäume gepflanzt werden, entscheiden alleine die Experten. Es handelt sich dabei auch nicht um kleine, zarte Bäumchen, sondern schon um stattliche Jungbäume, wie Gepp betonte.