Parkplatz-Not: Autos weg von der Straße. Eine Verordnung soll die Parkplatzsituation in der Gemeinde entschärfen. Die Autos sollen privat abgestellt werden, um den öffentlichen Raum „autofreier“ zu machen.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 21. Oktober 2018 (05:00)
Wieser (Symbolbild)
Um Autos auf öffentlichem Grund zu reduzieren, werden sie vermehrt auf Eigengrund abgestellt werden müssen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung entbrannte eine Diskussion über die Parksituation in Hausleiten. Anlass dafür war der Beschluss über die Erlassung einer Verordnung betreffend einer Mindestanzahl an Stellplätzen in der Gemeinde.

„Jeder kennt die Parkplatzsituation in Hausleiten, wir sollten nun endlich darauf reagieren“, meinte VP-Bürgermeister Josef Anzböck einleitend. Ziel sei es, dass auf den öffentlichen Flächen nicht mehr so viele Autos stehen. Bei Neubauten werden damit zwei Stellplätze pro Wohneinheit auf privaten Grund vorgeschrieben, vorher war es nur einer. Dies gilt allerdings nicht bei Um- oder Zubauten, sondern nur, wenn das Gebäude komplett abgerissen und neu errichtet wird, erklärte der Ortschef. Jedoch tritt das Gesetz in Kraft, wenn man bei einem Haus etwa einen Stock dazu baut, um damit neue Wohneinheiten zu schaffen.

Dies sorgte bei Bernhard Grundschober von der Bürgerliste für Nachfragebedarf: „Wie ist das am Hauptplatz? Wo will man da die Parkplätze machen?“ Seine Frage, ob man die Gebäude abreißen und nach hinten versetzt neu aufbauen will, verneinte der Anzböck klar: „Die geschlossene Bauweise bleibt.“ Grundschobers Fraktionskollege Karl Eder sprach die Situation in der Gschellhammer-Straße an: „Dort wird es sehr bald Engpässe geben.“

Wohnbauprojekt „Betreutes Wohnen“ entsteht

Dabei erinnerte er an das Wohnbauprojekt „Betreutes Wohnen“, das derzeit entsteht. Die für diese Wohneinheiten vorgesehene Parkplatzanzahl würden für eine verschärfte Situation sorgen, glaubt er. Der Bürgermeister erwiderte: „Jeder hätte eine Verordnung über Stellplätze einbringen können, ich habe es gemacht.“

Eder sieht sich bestätigt: „Ich wollte das Betreute Wohnen nie mitten im Ort, ich bin aber immer überstimmt worden.“ Wenn die Wohnungen erst bezogen sind, werde das Chaos beginnen, befürchtet er. Die Verordnung wurde trotz Gegenstimme von Eder und Enthaltung von Johann Reinwein (auch Bürgerliste) beschlossen.