„Impfstraße“ im März in Stockerau. In der zweiten Monatshälfte wird an einem Samstag in Milleniumshalle geimpft.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 03. März 2021 (03:45)
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Das Unverständnis darüber, dass es in Stockerau für über 80-Jährige keine Impfmöglichkeit gibt, ist groß (die NÖN berichtete). Sämtliche Ärzte wurden von Notruf NÖ für den AstraZeneca-Impfstoff eingeteilt, für den Biontech/Pfizer-Impfstoff muss die ältere Generation derzeit nach Sierndorf, Spillern, Niederhollabrunn, Korneuburg oder Gerasdorf ausweichen.

Aber nicht mehr lange: Wie Stefan Spielbichler von Notruf NÖ gegenüber der NÖN bestätigt, ist eine Impfstraße in der Lenaustadt in Planung. „Sie wird in der zweiten Märzhälfte in Betrieb gehen, sofern die Lieferzusagen des Bundes halten“, sagt Spielbichler. Wobei der Notruf-Sprecher den Begriff „Impfstraße“ ins rechte Licht rücken will: Es handle sich vielmehr um eine Impfmöglichkeit, die von Stadtarzt Amir Baradar außerhalb seiner Ordination angeboten werde. „Ich habe mich in den letzten Wochen, seit dieses Problem bekannt war, sehr dafür eingesetzt, dass es auch für die Generation 80plus Impfmöglichkeiten in Stockerau geben muss“, sagt ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl.

Konkreten Termin gab es bis Montagabend (Redaktionsschluss) noch keinen. „Es wird an einem Samstag von 9 bis 18 Uhr stattfinden“, kündigt Völkl an. Für diesen Tag werden entsprechende Zeitfenster zu buchen sein. Die Gemeinde sei jedenfalls gerüstet, sobald es genügend Impfdosen gibt. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, bestätigt die Stadtchefin. Ein Ort für die Impfstelle wurde jedenfalls schon gefunden. In der Milleniumshalle sei genug Platz, um in der zweiten Hälfte – in der anderen finden sie Testungen statt – für eine geschützte

Atmosphäre zu sorgen. Vor der Impfung wird ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt erfolgen.

„Geplant ist, mRNA-Impfstoffe anzubieten“, sagt Spielbichler, das heißt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna zum Einsatz kommen wird. Ähnliche „Impfstraßen“, wie in Stockerau geplant, gebe es bereits, erklärt der Notruf- NÖ-Sprecher, nämlich dort wo Ordinationen zu klein seien. Weitere Impfstraßen im Bezirk Korneuburg seien in Evidenz, jedoch aufgrund der geringen Liefermengen derzeit noch nicht umsetzbar.