Die Chance auf Sacharbeit. Über die politische Zukunft in Leitzersdorf.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 05. Februar 2020 (04:12)

Spätestens am 10. März wissen wir, wer künftig die Geschicke der Gemeinde Leitzersdorf leiten wird. Bis dahin muss die konstituierende Sitzung stattfinden. Auch wenn alles nach einer neuen ÖVP-Bürgermeisterin Sabine Hopf aussieht, geritzt ist die Sache noch nicht. Die Bürgerliste könnte die ÖVP noch ausbremsen, wenn sie sich die Unterstützung von SPÖ und FPÖ sichert. Das wäre allerdings nur mit einem neuen Spitzenkandidaten möglich. Mit BGL-Bürgermeister Franz Schöber sind die Fronten zu verhärtet. Zu viel verbrannte Erde wurde in den letzten Jahren hinterlassen.

Umso höher ist es Schöber anzurechnen, dass er sich persönlich bei den Verhandlungen zurücknimmt und seinem Team den Vortritt lässt. Die politische Unkultur, die in Leitzersdorf Einzug gehalten hat, war in erster Linie auf persönlichen Ressentiments begründet. Wenn alle einen Gang zurückschalten, ist vielleicht auch in Leitzersdorf Sacharbeit möglich. Egal, wer letztlich an der Spitze steht.