Harmannsdorf

Erstellt am 06. Februar 2019, 02:04

von Peter Sonnenberg

Obergänserndorf geht jetzt „All In “. Peter Sonnenberg über die vielen Neuzugänge der Wagner-Elf.

Lange Zeit hielten sich Trainer und Vereinsverantwortliche der TSU NeuMed Obergänserndorf bedeckt in Sachen Transfers. Jetzt ließ Spielertrainer Michi Wagner die Katze aus dem Sack: Mit sechs hochkarätigen Neuzugängen will das abgeschlagene Schlusslicht der 2. Landesliga Ost noch den Klassenerhalt schaffen. Das erinnert ans Pokern, wenn ein Spieler „All In“ geht, also alle seine verbliebenen Chips in die Mitte schiebt, um die Wende zu schaffen.

Auf dem Papier sind die Spieler stark genug, um den Obergänserndorfern neue Impulse zu geben, aber in der Praxis bleiben einige Fragen offen: Wie schnell findet sich diese komplett neue Mannschaft? Wie sehr kann der Herbst in der kurzen Zeit zwischen Vorbereitungs- und Frühjahrsstart vergessen gemacht werden? Und was bedeutet dieser Umbruch langfristig für den Verein?

Denn eines ist klar, auch wenn der Verein immer wieder ausrichten lässt, dass ein Gebietsligaabstieg kein Weltuntergang wäre: Ob die neu verpflichteten Spieler diesen Weg dann mitgehen würden, bleibt fraglich. Wenn nicht, dann droht ein kompletter Neuanfang. Dann wären diese vielen Transfers, um noch einmal in der Pokersprache zu bleiben, nur ein großer Bluff gewesen.