Steinabrunner Landwirt: Ideen auch für Kollegen. Landwirt Lorenz Mayr präsentierte sein Konzept für gesunden Boden.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 15. Juni 2019 (06:52)
Rathauscher
Lorenz Mayr demonstriert die unterschiedlichen Eigenschaften derBöden bei Regen nach traditioneller Bewirtschaftung sowie nach derMethode mit Winterbegrünung und

Lorenz Mayr aus Steinabrunn ist vielen NÖN-Lesern aufgrund seines Engagements für den Erhalt der Ackerkrume und den damit verbundenen Schutz des passiven Hochwasserschutzes bekannt. Dank seines Einsatzes innerhalb der Bauernkammer wurde inzwischen auch der Verein „Boden.Leben“ gegründet, der sich um die intensive Wissensvermittlung für den Bodenschutz bemüht (die NÖN berichtete) .

Das neueste Produkt dieser Arbeit ist eine Wanderausstellung, bestehend aus acht Roll-ups mit den Schwerpunkten der neuen Anbaumethoden zum Bodenschutz und passiven Hochwasserschutz.

Präsentiert wurde die Wanderausstellung, die auf Mayrs Hof stattfand, von den Bezirksbauernkammern Korneuburg und Hollabrunn, die auf diesem Gebiet eng zusammenarbeiten.

Zum Abschluss ging es aufs Feld

Neben der Präsentation der Ausstellungselemente demonstrierte Mayr anschaulich, wie Böden nach traditioneller und neuer Anbaumethode das simulierte Regenwasser entweder wegen des zu dichten Bodens an der Oberfläche halten oder im Fall des lockeren Bodens in tiefere Bodenschichten durchsickern lassen. Damit soll die Erosion bei Starkregen verhindert werden, und auch die Feuchtigkeit im Boden wird für trockene Zeiten konserviert.

Für die Ausstellung gibt es zwei Zielgruppen: einerseits die Landwirte, die man von den neuen Anbaumethoden überzeugen möchte, zum Anderen die nicht-bäuerliche Bevölkerung, um auch deren Verständnis für die Bemühung der Landwirte zu wecken. Man will ein Bewusstsein schaffen, dass sich die Landwirte sehr wohl um eine nachhaltige Bewirtschaftung bemühen.

Für die interessierten Bauern, die zur Ausstellung gekommen waren, gab es auch praxisnahes „Anschauungsmaterial“: Sie begaben sich zu einem von Mayrs Feldern, um sich vor Ort von der außerordentlichen Qualität des Bodens zu überzeugen.