Kampf dem täglichen Verkehrschaos

Im nächsten Schuljahr könnten die derzeitigen Elterntaxi-Haltepunkte in Korneuburg auf weiter entfernte Stellen verlegt werden.

Veronika Löwenstein
Veronika Löwenstein Erstellt am 15. September 2021 | 05:57
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Allmorgendlich das gleiche Bild: Vor den Volksschulen am Bankmannring stauten sich die Autos – eine Gefahr für die Schüler ...
Foto: Preineder

Was tun gegen das tägliche Verkehrschaos am Bankmannring vor den Schulen? An Lösungen tüftelt gerade der Mobilitätsausschuss, spruchreif werden die Vorschläge aber erst mit nächstem Schuljahr. „In der Früh ist das Chaos noch erträglich, am Nachmittag ist das Problem durch die längeren Stehzeiten prekärer“, schildert SPÖ-Gemeinderat Thomas Pfaffl, seines Zeichens auch Vorsitzender des Mobilitätsausschusses, den Status quo.

Eltern begleiten Kinder bis in die Schule

Im Jahr 2018 wurden gemeinsam mit einem zeitlich begrenzten Parkverbot auch sieben Elterntaxi-Haltestellen eingerichtet. „Dort dürfte man nur stehenbleiben und aussteigen lassen“, erklärt Grüne-Stadträtin Elisabeth Kerschbaum, „es gibt aber Eltern, die begleiten ihre Kinder bis in die Schule.“

Deshalb feilt der Mobilitätsausschuss nach einer Begehung mit NÖ.Regional jetzt an einer neuen Idee für mehr Verkehrssicherheit: Die Elterntaxi-Haltstellen könnten an etwas entferntere Stellen verlegt werden, wo kein Verkehrschaos herrscht.

In Frage kämen konkret der Parkplatz bei der Bezirkshauptmannschaft und die Laaerstraße im Bereich des Finanzamts und des Puppentheaters. Die Grundidee wäre, die bestehenden Elterntaxi-Haltstellen vor den Schulen dann aufzulassen. Ob das wirklich passiert, steht noch nicht fest, betont Pfaffl: „Es gibt noch Widerstände“, erzählt er, „es besteht die Angst, dass dann die Bushaltestellen zugeparkt werden.“

Kinder brauchen Bewegung

Durch die Verlegung würde man aber zumindest einen Teil des Verkehrs von der Schule wegbringen, „und die Kinder müssten sich ein bisschen bewegen“, so der Mobilitätsausschuss-Vorsitzende. Dem Pedibus – Schüler gehen gemeinsam auf bestimmten Routen und mit Begleitern in die Schule – war in der Bezirkshauptstadt nur eine kurze Lebensdauer beschert. „Er ist seelenruhig entschlafen“, bringt es Pfaffl auf den Punkt, es hätten sich einfach keine Begleiter gefunden.

Dafür wird es im nächsten Schuljahr einen gemeinsam mit AUVA-Experten erarbeiteten Schulwegplan für die Volksschüler geben. Darin findet jeder Schüler den Weg, auf dem er am sichersten zu Fuß von seinem Wohnort in die Schule kommt. Verdeutlicht wird, auf welcher Straßenseite gegangen werden soll, wo die Straße am besten überquert wird und wo sich Gefahrenstellen befinden. Die Pläne werden für jede Volksschule individuell gestaltet.

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