Misstöne nach Tanz-Video von Spitalspersonal. Stockerauer Mitarbeiter über „Dance-Challenge“ der Korneuburger „not amused“ – dabei geht es gar nicht um Corona.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Januar 2021 (04:36)
Symbolbild
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Die „Jerusalema-Dance-Challenge“ hat auch das Landesklinikum Korneuburg erreicht. Das Video, in dem Spitalsmitarbeiter das Tanzbein schwingen, wurde in den sozialen Medien eifrig geteilt und gehypt.

Der südafrikanische Song wurde durch Tanzvideos im Internet zu einem weltweiten Hit. Da es in dem Text um Hoffnung geht, entwickelte sich Jerusalema im letzten Jahr zum Corona-Lied. Schon im Frühjahr tanzte Spitalspersonal auf der ganzen Welt als Zeichen des Zusammenhalts.

Die Korneuburger Version stieß auf viel positive Resonanz, aber nicht nur. Vor allem im Landesklinikum Stockerau fühlten sich Mitarbeiter vor den Kopf gestoßen. „Das Video ist für die über 300 Mitarbeiter im Landesklinikum Stockerau ein Schlag ins Gesicht“, schreibt ein langjähriger Mitarbeiter aus Stockerau an die NÖN. Grund des Ärgers: Der Standort Korneuburg wurde seit Beginn der Pandemie von Covid-Patienten freigehalten, „diese wurden alle an den Standort Stockerau gebracht. Hier wurde wirklich harte Covid-Arbeit geleistet und keinesfalls in Korneuburg“, so die Kritik. Von Korneuburger Seite kalmiert Pflegedirektor Erich Glaser. Das Tanzvideo der Belegschaft hätte mit Corona nichts zu tun, will er das Missverständnis aufklären.

Vielmehr sei es eine Geburtstagsüberraschung für eine langjährige Mitarbeiterin, die ihre Pen sion antritt. „Es hat mit Covid-19 nichts zu tun“, betont er. Dass es sich um ein Geburtstags- bzw. Abschiedsgeschenk handelt, sei im Video ersichtlich: Es werden Tafeln mit „Alles Gute“ und „Eine schöne Pen sion“ in die Kamera gehalten. - vl-