Neue Waffe gegen Prostatakrebs

Am Landesklinikum Korneuburg wird mit neuer Methode gegen Prostatakrebs gekämpft.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 05:01
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Klinikum Korneuburg
Primar Wilhelm Alexander Hübner, Assistenzärztin Ghazal Ameli (beide Klinikum Korneuburg) und Assistenzarzt Gabor Rosta (Universitätsklinikum St. Pölten) bei der ersten HIFU-Behandlung.
Foto: Klinikum Korneuburg

Die Behandlung des häufigsten Krebsleidens des Mannes, des Prostatakarzinoms, war bisher nur durch radikale Chirurgie oder Strahlentherapie möglich. Häufig besteht jedoch nur eine begrenzte Krebsläsion an einer Stelle der Prostata. Solche Patienten brauchen zwar eine Behandlung, wären aber mit Strahlentherapie oder Radikaloperation übertherapiert.

Die HIFU-Methode (High Intensity Focused Ultrasound) erlaubt nun auch am Landesklinikum Korneuburg-Stockerau eine maßgeschneiderte Behandlung für diese wichtige Patientengruppe. Wilhelm Alexander Hübner, Leiter der Abteilung für Urologie: „Mit dieser hochmodernen Methode können die gefürchteten Kollateralschäden wie Impotenz oder Inkontinenz absolut minimiert werden.“

Die Behandlung wird in einer kurzen Narkose durchgeführt, die Energie wird über eine rektal eingeführte Sonde unter Ultraschallkontrolle auf die Krebsläsion gebracht. Der Verlauf nach dem Eingriff ist denkbar unspektakulär. Ist der Tumor an einer ungünstigen Stelle gelegen oder zu groß, werden die bewährten Therapieoptionen Operation und Strahlentherapie eingesetzt.

Neben dem Landesklinikum Korneuburg ist derzeit auch am Universitätsklinikum St. Pölten ein HIFU-Gerät im Einsatz. Hübner: „Die Einführung dieser modernen Methode stellt für die Bevölkerung in unserem Einzugsgebiet eine große Bereicherung dar.“