Street-Art-Idee startet mit Musterprojekt

Graue Wände in der Stadt Korneuburg sollen von Künstlern gestaltet werden. In der Kirchengasse erfolgt ein erster Versuch ...

Manfred Mikysek Erstellt am 20. September 2021 | 05:41

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung verfolgt der Lebensbereich Vielfalt und Kultur das Projekt „Streetart“. Die Idee hat Bettina Stuttner bereits im Jahr 2019 eingebracht (die NÖN berichtete). Nach Klärung einiger Punkte wie Ensembleschutz, mögliche Flächen usw. einigte man sich auf die Gestaltung einer Musterwand, um den Korneuburgern eine Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Der Besitzer der ausgewählten Wand in der Kirchengasse gab bereits sein Einverständnis für das Projekt.

Auch die Vorgehensweise steht jetzt fest: Künstler werden über eine Ausschreibung in den lokalen Medien eingeladen, für die Musterwand Projekte in Form von Bildmaterial, eine Kostenrechnung für Materialien und das notwendige Gerüst sowie einen Zeitrahmen einzureichen.

Den Künstlern stehen drei Themen zur Auswahl, nämlich Hochzeit, Wasser und Bildung. Durch eine Jury, bestehend aus dem Hausbesitzer, der Initiatorin, zwei Pädagogen aus dem Bereich Bildnerische Erziehung und zwei Künstlern, werden die besten zwei Vorschläge auswählen.

Bürger sollen über das Bild entscheiden

Im Sinne der Bürgerbeteiligung werden die beiden Streetart-Arbeiten veröffentlicht, und nach einem Mehrheitsentscheid der Bürger der Stadt wird der Künstler oder die Künstlergruppe zur Durchführung beauftragt.

Im Frühjahr 2022 soll die Musterwand realisiert werden. Mit diesem Projekt will man die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf diese Kunstform lenken. Die Reaktionen werden ein Gradmesser für das Interesse an weiteren Streetart-Standorten sein. Ein Pilotprojekt mit Graffiti-Kunst wurde von Schülern der AHS Korneuburg auf der Rückwand der FoodCoop-Initiative am Scheibenstand realisiert.