Harmannsdorf

Erstellt am 10. März 2018, 04:00

von Cornelia Grotte

Ärger über Kahlschlag in Kleinrötz. Die Grünen kritisieren die radikale Schlägerung. Bäume hätten Gefahr dargestellt, begründet VP-Umweltgemeinderat.

Dass Bäume und Sträuche am Kinderspielplatz in Kleinrötz entfernt wurden, erregte einige Gemüter.  |  privat

„Mir kommt es so vor, als wäre es im Winter eine Beschäftigungstherapie für Gemeindemitarbeiter, Bäume zu schlägern“, ärgert sich Gemeinderat Wilfried Fasching (Grüne) über das Vorgehen der Gemeinde.

Die Gemeinde schlägerte entlang eines Hohlwegs in Kleinrötz mehrere Bäume und Sträucher.  |  privat

Ende Jänner wurden Bäume und Sträucher am Kinderspielplatz und entlang eines Hohlwegs in Kleinrötz geschlägert. „Es waren verschiedene Arten von Bäumen: ältere und jüngere sowie Holunderstauden“, erklärt Fasching. Was den Gemeinderat am meisten stört: „Es sind auch die kleinen Stauden gefällt worden.“ Fasching stößt es sauer auf, dass an den betroffenen Stellen alles geschlägert und nichts neu angepflanzt wurde.

„Als bei einem Sturm eine Menge Bäume umgerissen wurden, haben wir einen Sachverständigen geholt. Er hat uns dann mitgeteilt, welche Bäume kaputt sind und entfernt werden müssen“, erklärt Umweltgemeinderat Roman Kampleitner (ÖVP), warum abgeholzt wurde.

„Wollen im Frühjahr wieder anpflanzen“

Vor allem im Bereich des Kinderspielplatzes sei es der Gemeinde um die Sicherheit vor umstürzenden Bäumen gegangen. Auf die Frage, warum man auch die Sträucher entfernt hat, antwortet Kampleitner: „Es ist schwierig, Bäume zu schneiden, wenn Buschwerk im Weg ist. Dazu sind die Sträucher wild gewachsen und haben auch nicht geblüht.“

Im Frühjahr möchte die Gemeinde nun neue Sträucher und Bäume setzen. „Wir wollen in Kleinrötz ein Bepflanzungskonzept erstellen und Verschiedenes anpflanzen“, so der Umweltgemeinderat. Es hätten sich auch Anrainer über die wild wachsenden Sträucher und Bäume beschwert. Durch die Abholzung und Neubepflanzung sollen der Hohlweg und der Bereich beim Spielplatz auch gepflegter aussehen. Im März wird es diesbezüglich ein Treffen mit einem Gestaltungsberater geben, kündigt Kampleitner an.

Laut Vizebürgermeister Roman Kampleitner mussten die Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt werden.  |  privat