Weinviertler Spitäler für Corona gerüstet. Die Krankenhäuser des Weinviertels bereiten sich auf einen Anstieg der COVID-19-Infektionen vor. Hollabrunn wurde als neuer Schwerpunktstandort bestimmt.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 25. März 2020 (05:14)
Hollabrunn ist seit Freitag eines von fünf Spitälern, das auf Corona-Fälle spezialisiert ist.
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Seit Freitag steht es fest: Das Landesklinikum in Hollabrunn ist eine von fünf NÖ-Kliniken, die auf COVID-19-Patienten spezialisiert sind. Die Landesgesundheitsagentur (LGA) baute das Versorgungsnetz aus, da davon ausgegangen wird, dass die Zahl der Erkrankten, die eine Spitalsbetreuung benötigen, weiter steigen wird. Für die Patienten sei so eine Betreuung nahe ihrem Wohnort gegeben.

Doch nicht nur im Hollabrunner Landesklinikum hat das Coronavirus vieles verändert: In allen Häusern des Weinviertels werden die bundesweit angeordneten Maßnahmen umgesetzt. Es gilt eine Besuchssperre und es werden nur notwendige Eingriffe und Behandlungen durchgeführt. In den Geburtenstationen ist nur je ein Besucher bei Kindern erlaubt, der Vater darf bei der Geburt jedoch nach wie vor dabei sein. Im Palliativbereich ist ebenfalls nur ein Besucher gestattet.

Darüber hinaus laufen die Vorbereitungsmaßnahmen für einen Anstieg der Krankheitsfälle: Es wurden sogenannte Triagebereiche eingerichtet, in denen die ankommenden Patienten von den Ärzten einzeln eingeschätzt werden. „Die Triage bereiche sind in allen Kliniken möglichst beim Eingangsbereich angesiedelt, um die Gehwege auf das Minimum zu reduzieren“, erklärt LGA-Sprecher Bernhard Jany. Mediziner, die durch ausgefallene Eingriffe freigespielt wurden, werden in der Notfallaufnahme und im Triagebereich eingesetzt. „Jedoch werden weiterhin Patienten auf der fachlich zuständigen Abteilung von Fachärzten behandelt“, stellt Jany klar.

Gerüchte gibt es vor allem um fehlende Sicherheitsmaßnahmen bei Ärzten; diesen sollen Coronatests verweigert werden, sogar dann, wenn es eindeutige Symptome gibt. „Dazu ist uns kein Fall bekannt. Es werden alle nötigen Testungen anhand der getroffenen Regelungen durchgeführt“, versichert Jany.

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