FPÖ-Anfrage nach Krätzefall in Korneuburger Kiga. In Korneuburger Kindergarten ist ein Kind erkrankt. FPÖ-Kritik an Info-Politik ist für ÖVP-Stadtführung „absurd“.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 04. Februar 2020 (08:08)
Mittels Aushang informiert der Kindergarten über die aufgetretenen Krankheiten, darunter auch die Skabies-Milbe.
FPÖ

Nach einem Krätzefall in einem Korneuburger Kindergarten schlägt FPÖ-Landtagsabgeordnete Ina Aigner Alarm: „Es kann nicht sein, dass das Land NÖ die Krätzeproblematik nicht in den Griff bekommt.“

Die ÖVP hätte es verabsäumt, eine sofortige Meldepflicht einzuführen, kritisiert sie. Im aktuellen Fall würde nur auf einem Post-it unter „Sonstige Krankheiten“ auf einem Aushang des Kindergartens über den Fall informiert. „Das zeigt, wie ernst das Thema Krätze genommen wird“, schüttelt Aigner den Kopf.

„Mantel des Schweigens“ – Vorwurf für Fuchs-Moser „absurd“

ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser weiß seit letztem Freitag über das erneute Auftreten der Krankheit Bescheid. „Es gibt aber wirklich nur diesen einen Fall“, betont die. Sie hält die FPÖ-Kritik für „Getöse“ in Zusammenhang mit der Ausländerproblematik.

„Bei Skabies handelt es sich um eine unangenehme, aber nicht schwerwiegende Erkrankung, die gut behandelbar ist. Sie ist auch nicht meldepflichtig“, stellt Marion Gabler-Söllner von der Abteilung Schulen und Kindergärten des Landes NÖ klar. Die Gemeinden würden gemeinsam mit Gemeindeärzten und der Behörde alle notwendigen Maßnahmen setzten.

Die FPÖ hat indes eine Anfrage an die zuständigen Landesrätinnen eingebracht, „weil über das Thema der Mantel des Schweigens gelegt wird“, wie Aigner begründet – ein Vorwurf, den Fuchs-Moser als „absurd“ bezeichnet. Man hätte vor 1,5 Jahren, als die Erkrankungswelle ihren Höhepunkt erreicht hatte, in einer groß angelegten Aktion gemeinsam mit dem Schularzt über die Krätze informiert. „Diese Informationen liegen noch immer auf“, sagt sie.