Stockerau braucht Plattform für Stadterneuerung . Franz Els und Werner Fürtner wollen die Stadterneuerung wieder ins Leben rufen.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 17. April 2019 (04:00)
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Eines von mehreren Projekten, das die Au-Gruppe realisiert hat, waren Rastplätze am Lenauweg. Gerald Moll, Franz Els, Andreas Straka, Werner Fürtner und Karl Kronberger waren damals mit von der Partie.

„Wir laufen offene Türen ein!“, freuen sich Franz Els und Werner Fürtner. Sie habe große Pläne für Stockerau: 2010 startete ihr Engagement im Rahmen der Stadterneuerung, und genau diese Plattform wollen sie nach dem Ende 2014 nun wieder ins Leben rufen.

„Die Stadterneuerung hat neben den möglichen Förderungen und der Überparteilichkeit viele Vorteile: Es ist wichtig, dass ein Moderator die Ideenprozesse begleitet, die Treffen organisiert und protokolliert und die Leute bei der Stange hält“, weiß Fürtner aus Erfahrung. Er und Els gehörten damals dem Arbeitskreis Stadtentwicklung, Freizeit, Wirtschaft und Verkehr an, außerdem wurden noch die Themen Bildung, Soziales, Energie und Kultur behandelt. Ihr Steckenpferd war jedoch die Entwicklung der Stockerauer Au.

„Es braucht eine Plattform, damit die Bürger die Stadt aktiv mitgestalten können. Wir haben so viele gute Leute in der Stadt.“ Andrea Völkl, ÖVP

„Wir haben die Wege in der Au beschildert und Informationstafeln an allen Eingängen angebracht. Entlang des Lenauwegs wurden Rastplätze geschaffen. Besonders beliebt ist aber unser Schilflehrpfad“, schildern die beiden. Es hat sie und andere Mitstreiter aber viel Mühe gekostet, diese Projekte nach 2014 umzusetzen, „alleine die Behördenwege waren ein Hindernis“, erinnert sich Els. Und sie wissen, dass viele Ideen und Vorhaben in der Schublade verschwunden sind, da eine Plattform fehlte.

Nach fast fünf Jahren, in denen die Stadterneuerung ausgesetzt wurde, sprühen die beiden umso mehr vor Ideen: „Wir wollen einen so genannten ‚Strauchwipfelweg‘ in der Au schaffen“, sind sie begeistert. Eine ehemalige Schottergrube könnte genutzt werden, um ohne Aufstieg direkt durch die Baumwipfel und Sträucher zu wandern.

„In den Wipfeln spielt sich viel mehr Leben ab als am Boden. Wir könnten dieses besondere Gelände ausnutzen, um einen barrierefreien Zugang für die Au-Besucher zu schaffen. Das wäre ein einzigartiges Projekt in Österreich“, weiß Fürtner. Und auch Führungen durch die Au und ein Regelwerk, wie man sich in diesem besonderen Stück Natur verhalten soll, stünden auf der Agenda.

Mit diesen guten Argumenten klopften Els und Fürtner bereits bei der designierten VP-Stadtchefin Andrea Völkl an – und sie stießen sofort auf Zustimmung. „Es braucht eine Plattform, damit die Bürger die Stadt aktiv mitgestalten können. Wir haben so viele gute Leute in der Stadt“, ist sie überzeugt. Die Dorferneuerung könnte ab 2020 wieder durchstarten. Völkl will an die vielen Ideen, die bereits geboren wurden, anschließen. „Wir werden alle Konzepte durchforsten, denn es braucht einen großen Plan für die Zukunft der Stadt. Im Herbst werden wir mit den Gesprächen beginnen“, kündigt sie an.