Korneuburg: Lösung für „Letzte Meile“. ÖBB hat eine Gemeinde für ein Pilotprojekt gesucht und Korneuburg gefunden. Das Mobilitätsangebot wird ab Herbst um E-Carsharing, E-Scooter und E-Bikes erweitert.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 09. Juli 2020 (04:13)
40 E-Scooter und mehr werden zumAusleihen bereit stehen.
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Der Weg von zu Hause zum Bahnhof oder vom Bahnhof zur Arbeit wird oft mit dem Auto zurückgelegt – zu oft in den Augen der Stadtgemeinde. Um dieses Problem der „Letzten Meile“ umweltfreundlich zu lösen, gab der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung grünes Licht für ein Pilotprojekt mit der ÖBB.

Ausschlaggebend für die neue Mobilitätsidee waren nicht zuletzt die Ansiedelung der RWA-Zentrale mit 500 Mitarbeitern und der wachsende K01-Businesspark in der Industriestraße. „Es können nicht alle mit dem Auto zum Bahnhof fahren“, bringt es Bürgermeister Chris tian Gepp auf den Punkt. Aus diesem Grund investiere man auch in den Ausbau der Radwege und die Taktverdichtung des Stadtbusses, verweist er.

Das neue Mobilitätskonzept sieht drei E-Autos, 40 E-Scooter, zehn E-Bikes und ein E-Lastenbike zum Ausleihen vor. Das Angebot soll noch im September starten. Für die Autos gibt es zwei Stationen, eine am Bahnhof, die zweite im K01-Businesspark. Für die E-Scooter sind bis zu 30 Parkzonen geplant, die E-Bikes wird man an fünf Stationen finden. Buchbar wird das gesamte Angebot über die ÖBB-App „wegfinder“ sein.

„Über die kann ich schauen, welche Mobilitätsmöglichkeiten es gibt“, erläutert der Bürgermeister. Der Vertrag mit den ÖBB ist gerade in Ausverhandlung und wird auf zwei Jahre abgeschlossen. Finanziert wird das Angebot von der Stadt, wobei bei Einnahmen durch die Nutzung auch eine teilweise Re-Finanzierungsmöglichkeit besprochen ist.

Die Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt müsse etwas wert sein, betont Gepp. „Wir investieren sehr viel Geld, weil das die Zukunft ist“, ist er überzeugt. Die Nutzung des Angebots wird laufend evaluiert, um die Akzeptanz zu überprüfen.