Grüne erstmals bei Großrußbacher Gemeinderatswahl. Mit dem bundespolitischen Rückenwind hoffen die Grünen auf einen Einzug in den Gemeinderat. Die Grundwerte der Partei stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

Von Stefanie Schmid. Erstellt am 19. Januar 2020 (04:17)
Die Grünen mitSpitzenkandidatin Silvia Bayer treten erstmals in Groß-rußbach an.
privat/Reinauer

Eine vierte Partei wird sich neben ÖVP, SPÖ und FPÖ am 26. Jänner der Wahl in Großrußbach stellen: Die Grünen. An der Spitze der Liste steht Silvia Bayer, gefolgt von Leopold Widy und Reinhard Grabler. Insgesamt finden sich neun Personen auf der neuen Liste.

Die Beweggründe für das erstmalige Antreten beschreibt Bayer so: „Ich will politisch etwas bewegen! Gerade in den Gemeindegremien finden sich noch immer viel zu wenige Frauen in entscheidungsrelevanten politischen Positionen“, findet sie. Außerdem fehle es ihr an längst fälligen Klimaschutzmaßnahmen, und auch die grünen Grundwerte liegen ihr am Herzen: „Uns sind eine intakte Umwelt, Chancengerechtigkeit, Transparenz, Mitbestimmung und Zusammenhalt wichtig. Dafür braucht es auch auf Gemeindeebene Entscheidungen und Lösungen, bei denen es um das Interesse vieler und nicht Einzelner geht und Nachhaltigkeit vor andauerndem Wachstum steht.“

Dass sich auf Anhieb neun Personen gefunden haben, die sich der Wahl stellen, begründet Bayer so: „Durchs Reden kommen die Leut z’samm.“ Die Kandidaten kennen sich untereinander, so konnte sich die Liste rasch formieren. Das Ziel der Grünen ist, genügend Stimmen zu bekommen, „weil nur dann haben wir eine echte Chance, Dinge im Sinne des Grünen Parteiprogramms zu bewegen“, ist sich Bayer bewusst.

Die Themenbereiche reichen dabei von der Verbesserung des öffentlichen Verkehrsnetzes über die Erhaltung der ländlich-dörflichen Struktur bis hin zur verstärkten Transparenz im Gemeinderat. Durch den Eintritt der Grünen in die Bundesregierung hofft Bayer auch in Großrußbach auf eine positive Aufbruchstimmung in ihrem Sinne, damit „repräsentatives, demokratisches Mitbestimmen und Mitgestalten auch ‚von unten‘ möglich sein wird.“