Georg Stradiot: „Mir wird sicher nicht fad“. Georg Stradiot wurde für die Renovierung und Belebung des prächtigen Wahrzeichens geehrt. Aber die Arbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen, erzählt er.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 09. Dezember 2018 (04:10)
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Das Schloss Stetteldorf dient als Ort vieler Veranstaltungen. Georg Stradiot kümmert sich um dieBelebung der Sehenswürdigkeit.

Der Sieg in der Kategorie Klein- und Mittelbetriebe des 18. Kultursponsoringpreises „Maecenas“ ging heuer an Georg Stradiot. Ausgezeichnet wurde das Engagement seiner Forst- und Gutsverwaltung um das Schloss Stetteldorf. Neben der Renovierung sollte damit auch die Belebung als Plattform kultureller Veranstaltungen gewürdigt werden.

„Wir veranstalten im Schloss Stetteldorf Konzerte, Lesungen und Ausstellungen, auch eine Wein-Prämierung fand zuletzt hier statt.“ Ein Highlight sei die Angelobung der Soldaten vor wenigen Jahren gewesen, als 1.500 Gäste vor Ort waren. Der Preisträger erinnert sich: „Die Bundeshymne, die die Militärmusikkapelle spielte, habe ich noch niemals so schön gehört“, schwärmt Stradiot.

Kozak
Brigitte und Georg Stradiot mit dem„Maecenas“-Hauptpreis.

Die sowjetischen Truppen zerstörten das Schloss, das sich an der höchsten Stelle des Wa-grams befindet, im Zweiten Weltkrieg. Vor 40 Jahren begannen die intensiven Renovierungsarbeiten. Viel sei bereits geschehen, es warte aber noch viel Arbeit, erzählt Stradiot.

Eine Herzensangelegenheit für ihn ist der Renaissancegarten, der zweitälteste seiner Art. Die Fertigstellung der Renovierungstätigkeiten sei ein primäres Ziel, ebenso wie die Installierung einer Heizung im Haupthaus. Momentan können die meisten Veranstaltungen nur in den warmen Monaten stattfinden. „Es ist noch sehr viel zu tun, mir wird also mit Sicherheit nicht fad. Aber das ist auch gut so“, lacht Stradiot und strotzt vor Motivation.