Korneuburger Pedibus bekommt noch eine Chance. Bis jetzt ist das Projekt noch nicht in die Gänge gekommen. Neuer Versuch startet im Herbst.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 20. September 2019 (05:40)
Symbolbild
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Im Jahr 2017 wurde die Idee des Pedibusses geboren. Schüler sollten in Gruppen den Schulweg gemeinsam zu Fuß bewältigen. Nachdem das Projekt ins Stocken geraten war und im letzten Jahr überhaupt ausgesetzt wurde, will Mobilitätsstadträtin Elisabeth Kerschbaum (Grüne) nun einen neuen Anlauf wagen. „Unkompliziert und unbürokratisch“, wie sie betont.

Der Beginn des „Laufenden Schulbusses“ verlief schleppend: Nur sechs Kinder schlossen sich der Gruppe an, die in den ersten Wochen von Erwachsenen begleitet wurde. Auch auf ein Informationsschreiben, das vor den diesjährigen Sommerferien in den Kindergärten an die künftigen Schulkinder verteilt wurde, gab es keine Rückmeldungen. Dass es an der prinzipiellen Bereitschaft liegt, den Schulweg per pedes zurückzulegen, glaubt Kerschbaum nicht. „Vielleicht haben Eltern Bedenken, ihre Kinder fremden Menschen mitzugeben, oder die Vorgehensweise war einfach zu kompliziert“, grübelt sie.

Dennoch will sie in diesem Herbst einen neuen Anlauf für den Pedibus wagen, allerdings ohne großen administrativen Aufwand. Vorstellbar ist für sie, dass entlang des Ringes Stationen in Form von Schildern aufgestellt werden, an denen sich die Schüler selbstständig treffen können. Die Organisation will sie den Eltern bzw. Schülern diesmal selbst überlassen. Im Bereich Laaer Straße wünscht sich Kerschbaum aber zusätzliche Schülerlotsen.