Kompostieranlage: Geruchsbelästigung ist „zumutbar“. Die Behörde äußert sich zu den Vorwürfen der Anrainer aus Seitzersdorf-Wolfpassing bezüglich des Gestanks.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 24. Juli 2019 (04:24)
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Symbolbild

In den Sommermonaten scheint für einige Anrainer der Kompostieranlage von Landwirt Christian Anzböck in Seitzersdorf-Wolfpassing die Geruchsbelästigung extrem hoch zu sein. Auch in Hausleiten soll man darunter leiden, wie eine Bewohnerin der NÖN berichtete. Es würde „nach Verwesung stinken“, ärgerte sie sich. Anzböck konnte die Äußerungen nicht nachvollziehen ( die NÖN berichtete, siehe hier ).

„Keine relevanten Mängel festgestellt“

Ortsvorsteher Friedrich Summerer wiederholte seinen Hinweis, sich mit der Kritik an die zuständige Behörde zu wenden. Die NÖN erkundigte sich nun bei der Abteilung für Umwelt- und Energierecht des Landes NÖ (WST, bis Ende Juni unter dem Kürzel RU4 bekannt).

Regelmäßig werde die Anlage durch die Abfallrechtsbehörde kontrolliert, informiert Christoph Faiman, die letzte Kontrolle fand am 29. November 2018 statt: „Dabei sind keine relevanten Mängel hinsichtlich Errichtung und Betrieb festgestellt worden.“ Zudem gingen im laufenden Jahr bei der Behörde noch keinerlei Beschwerden über die Anlage ein.

Zwar räumte die Behörde ein, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass auch bei ordnungsgemäßem Kompostierbetrieb – insbesondere beim Umsetzen und entsprechender Windrichtung – eine Geruchswahrnehmung in der Ortschaft auftritt, doch „nach den eingeholten Gutachten sollte die Grenze der Zumutbarkeit unterschritten bleiben“. Die Anlage werde weiterhin regelmäßig kontrolliert.