Neuer Bürgermeister: „Auf Augenhöhe mit Opposition“

Ernst Kreuzinger und Ortsparteiobmann Marcus Dostal haben große Pläne für Sierndorf.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:10
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Ernst Kreuzinger und Ortspartei- obmann Marcus Dostal (beide ÖVP) wollen die Kommunikation in der Gemeindepolitik verbessern.
Foto: Karin Schuhböck

Seit gut einer Woche ist ÖVP-Bürgermeister Ernst Kreuzinger im Bürgermeisteramt. Er und ÖVP-Sierndorf-Obmann und Ortsvorsteher Marcus Dostal wollen an einem Strang ziehen, um in Sierndorf etwas zu bewegen.

„Wir sind mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahl zufrieden und haben den Rücktritt von Gottfried Muck als Möglichkeit für einen Neustart für unsere Gemeinde gesehen“, so Dostal.

Er betonte, dass man den politischen Stil verändern und mehr Wert auf Kommunikation legen wolle. Deshalb wurden bereits Gespräche mit allen Fraktionen geführt, bei denen ein sehr gutes Klima geherrscht hätte. „Es stehen alle Fraktionen hinter dem neuen Bürgermeister und geben ihm einen großen Vertrauensvorschuss“, freut sich Dostal.

Es ist unsere Verpflichtung, auf die Wünsche der Bürger einzugehen, und da herrschte in letzter Zeit Stillstand.“
Ernst Kreuzinger ÖVP-Bürgermeister

Kein Wunder, denn Ernst Kreuzinger ist seit Jahren nicht aus der Gemeinde wegzudenken: „Ich bin seit dem Jahr 2000 bei der Gemeinde beschäftigt und seit 2011 Amtsleiter. Ich weiß, wie die Gemeinde funktioniert. Mir ist bewusst, dass das Bürgermeisteramt eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist.“

Und er hat für Sierndorf viel vor: „Es ist unsere Verpflichtung, auf die Wünsche der Bürger einzugehen, und da herrschte in letzter Zeit Stillstand, weil gegen einander gearbeitet wurde.“ Aufgrund des starken Zuzugs gebe es Bedürfnisse, die gestillt werden müssen; zur Diskussion stehen aktuell eine gesicherte Nahversorgung und Wohnraumbeschaffung, damit die Jugend im Ort bleiben kann und nicht wegzieht.

„Wir werden uns bemühen, in den nächsten Jahren die richtigen Entscheidungen zu treffen, und wollen eine offene Kommunikation auf Augenhöhe mit den Oppositionsparteien führen“, meint Kreuzinger. Er schätzt es, dass die fünf Fraktionen unterschiedliche Meinungen haben, wodurch stets neue Ideen entwickelt werden.

Auf die Frage, wie die Wahl zum neuen Bürgermeister auf Kreuzinger gefallen sei, sagte Dostal: „Uns war schon nach dem zweiten Misstrauensantrag gegen Gottfried Muck klar, dass er vorhatte, sein Amt zurückzulegen. So hatten wir Zeit, mit den ÖVP-Mitgliedern zu sprechen, und es kristallisierte sich Ernst Kreuzinger heraus.“