Fossilienwelt: Steinerne Fundstücke in Stetten zu sehen. „Schätze vom Bisamberg“ und wie sie vor Jahrmillionen entstanden sind zeigt die Fossilienwelt ihren Besuchern.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 25. April 2019 (04:16)
Mohsburger
„Steine zum Anfassen“: Fossilienwelt-Chefin Ursula Artner-Rauch mit den Hobbypaläontologen Peter Schebeczek und Erich Nowack.

In einer Sonderausstellung können Besucher der Fossilienwelt mehr über die Entstehung des Bisambergs erfahren. Ungefähr 90 Millionen Jahre ist es her, dass sich das für den Ausflugsberg typische Flyrsch-Gestein im Tiefseegraben des Penninischen Meeres gebildet hat. Die Fundstücke aus dieser Zeit haben die beiden Hobbypaläontologen Erich Nowack und Peter Schebeczek zusammengetragen und zur Verfügung gestellt.

Versteinertes Holz als zweiter Teil

In der Ausstellung können die bizarren Muster der Steinausformungen namens Dendriten und Chondriten ebenso bewundert werden, wie die Strukturen im so genannten Ruinenmarmor vom Bisamberg. Die Ausstellungsstücke haben die Hobbysammler am und rund um den Berg gefunden. „Felder, die frisch gepflügt wurden, können wahre Schätze an ihrer Oberfläche tragen“, erklärt Nowack. Hat es nach dem Pflügen geregnet und mögliche Fundstücke reingewaschen, gehen die Sammler Felder auf der Suche nach Fossilien ab.

Der zweite Teil der Ausstellung zeigt versteinertes Holz aus Österreich. Luftabschluss, Kieselsäure und viel Zeit sind laut Schebeczek die Hauptzutaten für die beeindruckenden Schaustücke. In vielen tausenden Jahren werden dabei die ehemals biologischen Holzanteile von der Kieselsäure ersetzt. Besonders bemerkenswert ist ein versteinertes Stück eines vollständigen Baumstamms, denn meist sind es nur Stammteile, die von der Natur konserviert wurden.