Reise-Erzählungen: Zu Besuch am Bett von Napoleon. Karl Sablik berichtet in seinem neuen Buch über die Besuche historischer Orte.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 23. November 2018 (05:00)
Wieser
Sein drittes Buch stellte Spillerns Altbürgermeister Karl Sablik vor. In „Das historische Gefühl“ reist man mit ihm an geschichtsträchtige Orte und Plätze auf der ganzen Welt.

Eine der ganz großen Leidenschaften des ehemaligen Spillerner SP-Bürgermeisters Karl Sablik ist das Reisen. Aus all seinen Erinnerungen und Aufzeichnungen stellte er in den letzten eineinhalb Jahren das Werk „Das historische Gefühl. Magie historischer Orte“ zusammen. Es ist bereits das dritte Buch Sabliks nach „Julius Tandler“ und „Hedosynthese“.

Im neuen Werk beschreibt Sablik seine zahlreichen Besuche geschichtsträchtiger Plätze und Orte, wie etwa das Schlafzimmer, in dem Napoleon vor der Schlacht in Waterloo (Bel-gien) übernachtete. Der berühmte Feldherr riss 1815 das Haus an sich und warf die Eigentümer auf die Straße. Das Bett, in dem er nachweislich schlief, steht dort zu Besichtigung bereit. „Wenn man sich vorstellt, in diesem Bett hat Napoleon vielleicht vom Sieg geträumt“, erzählt Sablik ergriffen.

Als er in den historisch wertvollen Räumen stand, erlebte es Sablik wieder, das „historische Gefühl“, nach dem er das Buch benannte. Auf 370 Seiten bekommt man die Gelegenheit, mit dem Altbürgermeister durch die Geschichte zu reisen. Neben spannenden Anekdoten erhält man viel geschichtliches Wissen, illustriert mit zahlreichen Farbaufnahmen. „Es soll zum Reisen anregen“, erklärt der Autor. „Nur wenn man persönlich vor Ort ist, weiß man, was unter dem Buchtitel zu verstehen ist.“

Lesung am 3. Dezember

Eine Reise führte den heute 75-Jährigen nach Vietnam, wo er durch das Mikroskop schauen durfte, mit dem zum ersten Mal die Pestbazillen zu sehen waren. Nicht fehlen durften in der Sammlung das Fenster des Prager Fenstersturzes oder die Berggasse in Wien, die man mit Siegmund Freud verbindet. Insgesamt beschreibt Sablik rund hundert Orte.

Gelegenheit, mit ihm über seine Erlebnisse zu reden, bekommt man bei einer der Lesungen: Am Montag, 3. Dezember, liest Sablik im Josephinum in Wien um 17 Uhr, am Dienstag, 11. Dezember, stellt er sein Buch um 18 Uhr in der Raiffeisenbank Stockerau vor.