Fahnen regeln Zutritt zu Gerasdorfer Badeteich. Um die gute Wasserqualität des Naturgewässers auch in Zukunft gewährleisten zu können, hat die Stadt ein System für die Reglementierung der Badegäste eingeführt.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 17. Juli 2019 (03:44)
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Wenn die rote Fahne am Eingang des Gerasdorfer Badeteichs weht, dürfen keine weiteren Besucher mehr auf das Gelände.

Die Stadtgemeinde muss aufgrund des Besucheransturms auf den Badeteich erstmals zu drastischen Maßnahmen greifen und die Besucherzahlen reglementieren. Ein Fahnensystem wird in der heurigen Saison Aufschluss geben, ob ein Eintritt noch möglich ist.

Beim Aufziehen der blauen Fahne ist der Tageskartenverkauf eingestellt, der Zutritt für Jahreskarten-Besitzer ist weiter gestattet. Weht die rote Fahne, dann ist der Badeteich generell für weitere Gäste gesperrt. Für die nächste Saison will man sich andere Maßnahmen überlegen, kündigt der zuständige SP-Stadtrat Michael Kramer an. Die Zutrittsbeschränkung sei eine rein prophylaktische Maßnahme, erklärt er, „wir wollen die gute Wasserqualität unseres Badeteichs erhalten.“

Viele Wiener kommen nach Gerasdorf

Ausschlaggebend war das extrem heiße Juli-Wochenende, an dem der Naturteich regelrecht gestürmt wurde. Rund um den Badeteich kam es zu einem Verkehrschaos, die Polizei verteilte Anzeigen. „Familien mit Kinderwagen sind nicht einmal mehr durchgekommen“, schüttelt Kramer den Kopf. Tatsache ist, dass immer mehr Wiener Gefallen an dem Badeteich finden und anstatt auf die Donauinsel oder in die Langenzersdorfer Seeschlacht nach Gerasdorf fahren, um dort Abkühlung zu finden.

„Der Erhalt des Teichs wird aber mit Gerasdorfer Budgetmitteln finanziert“, gibt der Stadtrat zu denken. Die Herausforderung sei, Modalitäten zu finden, wie man die Tageszutritte rechtskonform reglementiert. „Genau das werden wir erarbeiten“, kündigt Kramer an, denn: „Gerasdorfer Jahreskartenbesitzer müssen Vorrang vor Tageskartenbesitzern haben.“

Derzeit habe man noch kein Problem mit der Wasserqualität und auch keine Algen. „Deshalb werden wir alle Maßnahmen zum Erhalt treffen. Das ist kein mit Chlor gefülltes Becken, sondern ein Naturgewässer!“