28 Punkte für Klimaschutz. Künftig soll die Umwelt bei allen Entscheidungen mitbedacht werden.

Von Michaela Höberth und Manfred Mikysek. Erstellt am 23. Oktober 2019 (03:26)
ÖVP
ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl:„Klimaschutz ist Umweltschutz, das geht Hand in Hand.“

Noch ist es nur ein Arbeitspapier: ÖVP und FPÖ legten im Zuge des Initiativantrags der Klimaschutz-Initiative „Heiße Erde“ ein Maßnahmenpaket für den Klimaschutz in der Stadt vor, das 28 Punkte umfasst (siehe unten). Das Ziel: Die Stadt soll alle Möglichkeiten nutzen, um zum Klimaschutz beizutragen. Dafür muss das Thema den Stadtpolitikern in Fleisch und Blut übergehen: „Wir werden dieses Paket in den Ausschüssen behandeln, wir müssen es verinnerlichen. Der Klimaschutz soll künftig bei jedem Beschluss mitgedacht werden“, so ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl. Denn, so ist sie überzeugt, Klimaschutz ist gleich Umweltschutz: „Das geht Hand in Hand.“

Definiert wurden in dem Papier verschiedene Tätigkeitsbereiche der Stadt, in denen man Klimaschutz-Maßnahmen umsetzen will. Dazu zählen Natur, Mobilität, Stadtplanung und die Gemeindeverwaltung. „Klimaschutz beginnt bei den Kindern. Daher muss früh das Bewusstsein dafür geschärft werden“, findet Völkl und legt ein Projekt vor, das die FPÖ vorgeschlagen hat: In den Schulen sollen Bienenhotels gebaut werden, was nicht nur Spaß macht, sondern den Kindern auch mehr Nähe zur Natur vermittelt. Doch auch im Alltag der Großen will die Stadt bessere Voraussetzungen für ein klimabewusstes Leben schaffen. „Regionalität bei Produkten gehört gefördert. Die Gemeinde ist hier gerne bereit, gute Ak tionen zu unterstützen“, hofft Völkl auf Vorschläge.

Im Stadtbetrieb selbst sind die vielen Grünflächen ein wesentlicher Punkt: Sie sollen pflegeleicht gestaltet werden, ohne jeden Zentimeter zu asphaltieren. „Die Versiegelung ist ein großes Thema, für das es Lösungen braucht. Bei den Grünanlagen wollen wir den Einsatz von Lavastein testen, der Wasser speichert, sich aber nicht aufheizt.“

Was das Papier ebenfalls zeigt: In Sachen Klimaschutz ist in Stockerau bereits einiges passiert. Es wurde in E-Autos für den Stadtbetrieb investiert, es gibt Stromtankstellen und PV-Anlagen, auch Baumpatenschaften werden angeboten.

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