Bürgerinitiative zu A22-Ausbau: „Zeit größter Feind“. Aufgeben ist für die Bürgerinitiative „Tunnel und Grüner Übergang“ keine Option: Sie will 3.500 Unterschriften für ihre Ideen sammeln und eine Volksbefragung initiieren.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 01. Februar 2019 (05:34)
Gestaltung Bürgerinitiative; Luftbildaufnahme: NÖ Landesregierung
So sehen die Pläne der Bürgerinitiative aus:Die A22 soll entlang des Stadtgebieteskomplett eingehaust werden, der Tunnelsoll begrünt werden.

„Unser größter Feind ist die Zeit“, ist sich Josef Lehner bewusst. Er ist die Stimme der Bürgerinitiative „Tunnel und Grüner Übergang“, die das Ausbau-Projekt der Asfinag für die A22 kritisch sieht (die NÖN berichtete). „Hier soll ein Bauprojekt umgesetzt werden, das Ende der 90er-Jahre entwickelt wurde“, alarmiert er. Und er ist sich sicher: Ewig wird sich die Asfinag mit einer Umsetzung nicht Zeit lassen.

„Wir haben Unterstützer aller Stadtparteien“

Die Initiative fordert eine begrünte Einhausung der Autobahn, um die Stadt vor Lärm zu schützen. Außerdem sollte ihrer Meinung nach in einen vierspurigen Ausbau investiert werden, anstatt nur eine weitere Spur zu errichten. „Das sind Entscheidungen für die nächsten Generationen“, will Lehner bewusst machen. Doch seitens der Stadt herrscht Stillstand: Es gibt keinen Gemeinderat mehr, Entscheidungen müssen warten, bis es eine neue Regierung gibt. Trotzdem hat die Initiative nicht vor, einfach aufzugeben, und ihre Unterstützer werden jede Woche mehr.

„Wir haben Unterstützer aller Stadtparteien, insgesamt zählen wir aktuell 1.350 davon“, so Lehner. Den Argumenten der Asfinag gegen das vorgeschlagene Projekt hat man vieles entgegenzuhalten; darüber kann man sich auf der Homepage oder bei der nächsten Informationsveranstaltung am 11. März um 19 Uhr im Lenausaal detailliert informieren.

Das deklarierte nächste Ziel ist jedoch, eine Volksbefragung auf die Beine zu stellen: „Die nötigen Stimmen hätten wir schon zusammen, aber wir brauchen zumindest 3.500 Unterschriften, um beim Land und beim Bund ernst genommen zu werden. Denn sie sind es, die die Asfinag beauftragen“, liegt für Lehner hier der Schlüssel.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage www.tunnelstockerau.at, unterschreiben kann man über die Beilagen in Parteiaussendungen, öffentlichen Einrichtungen, Gesundheitsinstituten und Geschäften oder direkt über die Mitglieder der Initiative.