Käufer der Sebastianikirche lösen Vertrag auf . Eigentlich hatten die Geschäftspartner Rupert Beer und Marius Engelbrecht große Pläne für die Stockerauer Sebastianikirche: Sie unterzeichneten am 25. Oktober einen Kaufvertrag für das Kirchengebäude samt Zinshaus an der Hauptstraße 52 bis 54, die Gemeinde hatte die Gebäude zum Verkauf angeboten.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 22. März 2019 (14:27)
Michaela Höberth

„Wir wollten ein Schmuckkästchen aus der Kirche machen“, hatte Engelbrecht vor, das Gebäude öffentlich zugänglich zu machen. Die Übergabe der Kirche, die schon lange nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt wird, hätte laut Kaufvertrag am 31. Jänner stattfinden sollen – doch die beiden Käufer haben bis heute keine Schlüssel in der Hand.

„Es besteht ein Mietvertrag zwischen der Stadt und ihrer 100-prozentigen Tochterfirma, der Kommunalen Immobiliengesellschaft. Das war am beim Kauf auch schon bekannt, aber der Vertrag wurde bis jetzt nicht aufgelöst“, kann Engelbrecht das Vorgehen der Gemeinde nicht verstehen.

„Um den Vertrag aufzulösen, braucht es den Gemeinderat“, macht der interimistische SP-Bürgermeister Othmar Holzer klar. Am 24. März wird gewählt, danach muss sich das Gremium konstituieren. Darauf wollen Engelbrecht und Beer jedoch nicht warten: „Wir treten vom Kauf zurück“, so Engelbrecht. Sein Interesse an dem Gebäude ist ungebrochen, „aber dafür braucht es andere Verhandlungspartner.“

Alle Details sowie die Argumentation der Stadtgemeinde und der Kommunalen Immobiliengesellschaft lest ihr in der nächsten Ausgabe der Korneuburger NÖN!