Kampf um Verbleib: Bürgerinitiative startete Petition. Bürgerinitiative setzt alle Hebel in Bewegung: Payman Qalandari (22) soll nicht nach Afghanistan abgeschoben werden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 21. Januar 2019 (17:15)
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Payman Qalandari wurde nach einem Interview im Bundesamt in Schubhaft genommen. Über 1.000 Unterstützer sprechen sich für seine Freiheit aus.

Es ist ein Fall, der bei vielen für Unverständnis sorgt: Seit 2016 lebt Payman Qalandari in Stockerau, er besuchte das Gymnasium und baute sich einen Freundeskreis auf. Er engagierte sich ehrenamtlich und gab anderen Schülern Nachhilfe, immerhin hatte er sich die Sprache und Kultur seiner neuen Heimat schnell angeeignet.

Umso schockierender war die Nachricht für seine Freunde, dass der junge Mann bald zurück nach Afghanistan geschickt werden soll. Der 22-jährige Qalandari wurde nach einem Interview im Bundesamt für Fremdenwesen und Asylverfahren in Schubhaft genommen, er soll am 16. Februar abgeschoben werden – unrechtmäßig, wie seine Unterstützer finden, denn Qalandari befindet sich mitten in einem Bleiberechtsverfahren.

Petition: Bereits über 1.000 Stimmen

Sofort wurde über seine Anwältin eine Beschwerde beim Bundesamt eingereicht, auch an Bundespräsident Alexander van der Bellen erging ein Schreiben. Außerdem soll eine Petition helfen, die Abschiebung zu verhindern: Am Montag zählte die Bürgerinitiative „Freiheit für Payman Qalandari“ bereits über 1.000 Stimmen, darunter finden sich prominente Namen wie Lukas Resetarits, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek.

„Ich war drei Jahre lang Paymans Lehrer. Er war eine der größten Bereicherungen in meiner Unterrichtstätigkeit. Er ist in unseren Augen ein Vorzeigebild der Integration, wie sie sein soll, und sein Verfahren soll auch so behandelt werden“, so Martin Kästenbauer, der für die Plattform spricht.

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