„Kleinstkunstfestival“: Innenhof wird zur Bühne. Die Veranstaltungsreihe feiert mit zwölf Auftritten ein Comeback.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 22. Juni 2019 (06:22)
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Die Kunst lässt Gunda Hanke einfach nicht los. Heuer lädt sie wieder zum „kleinstKUNSTfestival“.

Es ist eben alles eine Frage der Perspektive, wie Gunda Hanke nur zu gut weiß: Zur Praxis der Logopädin in der Bahnhofstraße 4 gehört auch eine Betonterrasse, mit der sie sich zunächst so gar nicht anfreunden konnte – bis sie plötzlich erkannte, dass der ungeliebte Hof eine perfekte Bühne abgeben würde. Die Idee war geboren, 2010 fand zum ersten Mal das „kleinstKUNSTfestival im hof“ statt.

„Das Festival ist nicht auf Gewinn ausgerichtet“

„Bis 2012 habe ich das Festival veranstaltet, dann habe ich eine Pause eingelegt. 2016 gab es dann an einem Tag Programm“, erzählt Hanke. Viel Arbeit steckt hinter dem Projekt. Dennoch hat sie sich entschlossen, das Festival heuer wieder ins Leben zu rufen. „Es soll nicht nur Mainstream in Stockerau geben“, findet Hanke und spricht damit vielen aus der Seele: Die Freude war groß, als sie das Comeback auf Facebook verkündete.

„Das Festival ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, ich kann den Künstlern auch keine Gage zahlen“, so Hanke. Das braucht sie offensichtlich auch nicht, denn aus Liebe zur Kunst treten die Künstler auch so auf, und der Großteil von ihnen hat einen Bezug zu Stockerau.

Von 27. bis 29. Juni kann man in den Hof kommen und mit dabei sein, wenn Musik gemacht wird, Lesungen stattfinden, Performancekunst passiert und Theater gespielt wird. Auch Hanke selbst wird aus ihrem Jugendbuch „Hart und Herta“ lesen, an dem sie seit Jahren arbeitet. „Der Eintritt ist frei, aber wem es gefällt, der kann für die Künstler etwas in den Hut geben“, lädt sie ein. Natürlich wurde auch an die Kleinen gedacht: Am Sonntag erwartet sie von 11 bis 15 Uhr ein buntes Programm.