Neuwahlen: Mit "WIR!" ist neue Liste am Start. Lange wurde darüber spekuliert, nun steht es fest: In Stockerau wird es eine neue Liste geben. Sie trägt den Namen „WIR! – Parteiunabhängige Bürgerliste für Stockerau“ und hat ein bekanntes Gesicht an der Spitze: Den früheren FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 19. Januar 2019 (15:09)
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Erwin Kube lässt die FPÖ hinter sich und fängt als Spitzenkandidat der Liste „WIR! – Parteiunabhängige Bürgerliste für Stockerau“ neu an.

„Ich will gute Politik mit einem engagierten Team machen, aber zukünftig nicht mehr im Interesse einer Partei, sondern für die Bürgerinnen und Bürger von Stockerau“, begründet Kube seine Rückkehr in die Politik. Die FPÖ sei für ihn keine Option mehr, er ist aus der Partei ausgetreten.

Neben Kube wird auch der frühere FPÖ+U-Stadtrat Werner Bolek der Liste angehören. Eine offizielle Nominierung aller Kandidaten erfolgt Anfang Februar, man habe aber bereits ein Team zusammengestellt. Gleich vorweg: Der frühe SP-Stadtchef Helmut Laab soll nicht der Liste angehören.

74 Unterstützungserklärungen werden gebraucht

Was „WIR!“ nun braucht, sind entsprechende Unterstützer: 74 Unterstützungserklärungen sind notwendig, damit das Rennen um die Wahlen beginnen kann, seit Freitagnachmittag wird gesammelt. 

Die neue Liste will Politik mit Hausverstand machen: „Jede Minute, in der gestritten wird, ist verlorene Zeit für die Stadt. Parteipolitik hat im Rathaus nichts verloren. Wir werden kritisch sein und vieles hinterfragen, verpflichten uns dabei aber einem seriösen Stil“, verspricht Bolek, dem schon lange eine Bürgerbewegung in der Stadt fehlt, gegenüber der NÖN.

Nichtwähler und andere Parteien als Potenzial

 „WIR!“ sieht neben den Nichtwählern auch Unterstützer anderer Parteien als Potenzial. „Uns wird es nur auf Gemeindeebene geben, daher sind auch jene, die auf Landes- oder Bundesebene eine andere Partei unterstützen, herzlich willkommen.“

Sowohl Kube als auch Bolek sind überzeugt: Es lässt sich auch mit wenig Geld vieles in der Stadt umsetzen, man müsste die Themen nur anpacken, anstatt sich den Parteistreitigkeiten zu widmen. Mit einfachen Maßnahmen wie kürzeren Öffnungszeiten oder modernen Serviceleistungen könne im Alltag viel gespart werden, das Geld der Stadt solle lieber in Sanierungsarbeiten denn in Konzepte fließen.

„Wenn die Parteipolitik in den Hintergrund tritt und alle Gemeindefunktionäre das Wohl der Stadt im Auge haben, werden plötzlich Lösungen möglich, die sonst nur wegdiskutiert werden. Auch die MitarbeiterInnen der Stadt sind bemüht und guten Willens, aber weil die Führung versagt, läuft der Laden schlecht“, konstatieren Kube und Bolek.

Weitere Hintergründe und Aussagen lest ihr in der nächsten Printausgabe der Korneuburger NÖN!