Spatzek: „Nestroy ist für mich der Shakespeare von Österreich“

Erstellt am 29. Juli 2023 | 18:00
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Intendant Christian Spatzek steht auch selbst auf der Bühne. Er spielt den Gluthammer.
Foto: Löwenstein
Christian Spatzek über den Vorverkauf, das nächste Jahr und die Reaktionen auf die aktuellen politischen Couplets.

Festspiel-Intendant Christian Spatzek gab der NÖN nach der Premiere des Stücks „Der Zerrissene“ von Johann Nepomuk Nestroy ein Interview.

NÖN: Herr Intendant, wie lautet Ihr Resümee nach der Premiere des Stücks?

Christian Spatzek: Das Stück ist vom unterschiedlichen Publikum mit Wohlwollen und Begeisterung angenommen worden. Wir freuen uns sehr.

Wie ist die Stimmung im Ensemble?

Spatzek: Das Ensemble ist ausgesprochen harmonisch. Auch bei den Vorbereitungen waren alle - die Kabarettisten, Schauspieler und Sänger - sehr rücksichtsvoll.

Wie läuft der Kartenverkauf in dieser Spielsaison?

Spatzek: Der Kartenverkauf läuft sehr gut, wir haben das Ergebnis des Vorjahres jetzt bereits überschritten.

Nach „Einen Jux will er sich machen“ kommt jetzt „Der Zerrissene“. Was fasziniert Sie so sehr an Nestroy?

Spatzek: Nestroy ist für mich der Shakespeare von Österreich. Er hat für seine Stücke eine eigene Sprache entwickelt, das gefällt mir daran.

Steht nächstes Jahr wieder ein Nestroy-Stück in Stockerau am Spielplan?

Spatzek: Nein, ich möchte ein Jahr Pause von Nestroy, ich will keine Nestroy-Spiele. 2024 kann es ein Werk des italienischen Komödiendichters Carlo Goldoni oder des Franzosen Molière sein.

Wie waren die Reaktionen der Zuschauer auf die Couplets gegen die ÖVP-FPÖ-Landesregierung und das Debakel bei der Wahl des Vorsitzenden der SPÖ?

Spatzek: Die Couplets sind mit Humor aufgenommen worden, es geht dabei ja immer um den Machterhalt. Viele Zuschauer hätten sich noch mehr Strophen gewünscht.