Konflikt um Parkplätze rund um Korneuburger Spital. Personalvertreter orten den Vorwurf, dass die Spitalsmitarbeiter den Patienten die Parkplätze wegnehmen. VP-Vizebürgermeisterin Fuchs-Moser: „Es gab nie einen Vorwurf!“

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 25. April 2019 (05:09)
Preineder
Schiefer und Schenkirsch wollen mit einem Artikel aus der Stadtzeitung zeigen, dass der Hiesinger-Parkplatz ursprünglich für die Bediensteten geschaffen wurde.

Die Ankündigung von VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser, dass maximal 20 Stellplätze auf dem sogenannten Hiesinger-Parkplatz gegenüber des Landesklinikums für die Spitalsbediensteten zur Verfügung stehen dürfen, um mehr Platz für die Patienten zu haben, sorgte bei der Krankenhausgewerkschaft für Unmut.

„100 Meter Fußweg kann man einem gesunden Mitarbeiter durchaus zumuten.“Helene Fuchs-Moser

Der Betriebsratsvorsitzende der LK-Holding für Stockerau und Korneuburg, Josef Schiefer, und sein Stellvertreter Richard Schenkirsch sehen darin den Vorwurf, dass Mitarbeiter den Patienten die Parkmöglichkeiten wegnehmen würden.

Sie verweisen auf einen Artikel in der Korneuburger Stadtzeitung (1/2014), in dem der Hiesinger-Parkplatz dezidiert als „für die Mitarbeiter des Spitals geschaffen“ bezeichnet wurde. Dass die mittlerweile im Karrée entstandenen Parkplätze in der Tiefgarage, die für die Bediensteten gedacht sind, kaum genutzt werden, wissen auch die Personalvertreter, sie argumentieren aber: „Das trifft auch auf alle anderen Autofahrer zu.“

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VP-Vizebürgermeisterin Fuchs-Moser will mehr Platz für Patienten.

Fuchs-Moser kontert: „Es hat einen Vertrag zwischen LK-Krankenhausholding und Hiesinger gegeben – allerdings vor Urzeiten.“ Fakt sei aber: In gemeinsamer Absprache mit Vertretern des Klinkums und der Stadt habe man sich auf 20 Stellplätze geeinigt und darauf verwiesen, dass die Bediensteten des Spitals die Parkplatzmöglichkeiten der Tiefgarage beim Karée nutzen können. 50 Stellplätze hat die Stadt zu diesem Zweck erworben.

Dass das Karrée von den Bediensteten nicht angenommen wird, erklärt sich Fuchs-Moser so: „Wahrscheinlich sind es die längeren Wege, die die Spitalsbediensteten zurücklegen müssen. Aber 100 Meter Fußweg kann man einem gesunden Mitarbeiter durchaus zumuten.“ Von den Bürgern hingegen würde die Garage sehr wohl angenommen.

Fuchs-Moser wehrt sich gegen die Vorwürfe der Personalvertreter: Sie hätte nie gesagt, dass die Mitarbeiter den Patienten den Platz wegnehmen würden. An den Tarifen soll es in Zukunft jedenfalls nicht liegen - diese sind ab 1. Mai sowohl für den Hiesinger-Parkplatz wie auch für das Karrée gleich. Technisch wäre eine Zutrittsbeschränkung für die Mitarbeiter mit Skidata aber leicht durchzuführen.

An die 500 Bedienstete zählt das LK Korneuburg. Nicht alle kommen mit dem Auto und nicht alle arbeiten wegen des Schichtdienstes zur gleichen Zeit. Die Personalvertreter schätzen bis zu 70 Pkw zur gleichen Zeit, wobei die Spitze in den Ambulanzzeiten liegt.

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